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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

25 Maßnahmen gegen das Flug-Chaos

06.10.2018

Hamburg In diesem Jahr und besonders in der Hauptreisezeit im Sommer mussten die Fluggesellschaften wegen Sicherheitspannen, Streiks und Personalmangels Hunderte Flüge streichen. Viele Maschinen starteten und landeten mit Verspätungen. Die Zahl der betroffenen Passagiere war deutlich höher als im Vorjahr. Dazu kommen langfristige Probleme wie steigende Fluggastzahlen insgesamt und Extrem-Wetterlagen.

Verkehrsminister von Bund und Ländern haben sich mit ranghohen Vertretern der Luftverkehrsbranche auf Verbesserungen für mehr Pünktlichkeit im Flugverkehr verständigt. Es sei ein zentrales Interesse aller, „die Zuverlässigkeit des Luftverkehrs zu gewährleisten“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Teilnehmer des Luftfahrt-Gipfels, zu dem Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag nach Hamburg geladen hatten.

Bund und Länder wollen demnach unter anderem auf eine bedarfsgerechte Personalplanung bei den Fluglotsen auch auf europäischer Ebene hinwirken, um die Flugsicherungskapazitäten zu verbessern. Flugpläne sollen von den Airlines entzerrt und an den Flughäfen in Spitzenzeiten mehr Personal bei den Sicherheitskontrollen eingesetzt werden. Der Maßnahmenkatalog umfasst insgesamt 25 Punkte.

Wegen der Chaos-Tage auf deutschen Flughäfen in den letzten Monaten wuchs der Druck auf Politik und Unternehmen, den Flugverkehr effizienter zu gestalten und Maßnahmen gegen Verspätungen und lange Wartezeiten an den Flughäfen zu ergreifen. Zu den Ursachen für die Probleme zählen überlastete Infrastruktur in der Luft und am Boden, Nachwehen der Insolvenz von Air Berlin, Streiks in verschiedenen Ländern Europas sowie mehr Gewitter und schwierige Wetterlagen.

Eine Situation wie in diesem Sommer dürfe sich nicht wiederholen, betonte Verkehrsminister Andreas Scheuer. „Ich werde es nicht akzeptieren, dass es nochmals zu einer derartigen Anhäufung von technischen Problemen, Verspätungen und Abfertigungsproblemen kommt.“ Grundsätzlich auf den Prüfstand soll das System der Sicherheitskontrollen, um sie effizienter zu gestalten. Zudem brauche es flexiblere Arbeitszeiten der Fluglotsen, und der gesamte Flugverkehr müsse durch den Einsatz von Technik standardisiert werden.

Der Luftfahrt-Gipfel habe daher insgesamt 25 Maßnahmen vereinbart. „Wir können Luftverkehr, und das wollen wir unter Beweis stellen“, sagte Bundesverkehrsminister Scheuer. An dem Treffen nahmen neben dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Scheuer der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der Chef des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr und der Chef des Frankfurter Flughafens, Stefan Schulte, teil.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, sein Unternehmen werde zusätzliche acht Flugzeuge vom Typ Airbus 320 und Crews an den großen deutschen Flughäfen bereitstellen und insgesamt 600 zusätzliche Stellen für die Verbesserung der Qualität schaffen.

Die Lufthansa habe in diesem Sommer rund 250 Millionen Euro für Zahlungen an die Passagiere ausgegeben und sie sei bereit, die gleiche Summe zu investieren.


Die Liste mit allen 25 Maßnahmen unter   www.bmvi.de 
Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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