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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Durchblick in Ostfriesland

17.09.2019

Hamburg Der Unternehmer Günther Fielmann hat Deutschland verändert. In nahezu jeder Fußgängerzone findet sich eine Filiale seiner Optik-Kette. Allein in Deutschland sind es ungefähr 600, dazu gut 140 Geschäfte im Ausland. Jede zweite Brille in Deutschland wird von Fielmann verkauft, 90 Prozent der Bevölkerung kennen das Unternehmen. Mehr als 19 000 Mitarbeiter arbeiten für Fielmann. An diesem Dienstag wird der Unternehmensgründer 80 Jahre alt.

Noch immer ist Fielmann Vorstandsvorsitzender der Fielmann AG, seit eineinhalb Jahren gemeinsam mit seinem Sohn Marc (30). Damit dürfte er der älteste Chef einer Börsen-AG in Deutschland sein. In den vergangenen Jahren hat Günther Fielmann die Führung nach und nach an den Junior übergeben und bezieht nur noch ein symbolisches Gehalt von einem Euro. Seine verbliebene Zuständigkeit laut Fielmann-Webseite: Unternehmensphilosophie.

Schon bei den letzten Hauptversammlungen und Pressekonferenzen war er nicht mehr dabei und überließ Marc das Feld, der auch in der Hamburger Zentrale das Heft in die Hand genommen hat. Günther Fielmann widmet seine Zeit heute vor allem der Bio-Landwirtschaft und züchtet auf seinem Anwesen Pferde, Rinder und Schafe. Mehr als 2300 Öko-Artikel sind im Hofladen von Hof Lütjensee zu kaufen.

Sein Imperium schuf der gebürtige Schleswig-Holsteiner aus dem Nichts. Nach einer unauffälligen Nachkriegsjugend, Optiker-Lehre und einem Berufsstart als Angestellter eröffnete Fielmann 1972 mit 33 Jahren im niedersächsischen Cuxhaven sein erstes Geschäft. Das war so etwas wie der Urknall in der als etwas verschlafen geltenden Optiker-Branche. Fielmann begnügte sich mit einer geringeren Marge, schaltete den Zwischenhandel aus, gab Garantien – man setzte auf strikte Kundenorientierung. „Der Kunde bist Du“, gab Fielmann als Motto aus.

Der endgültige Durchbruch kam 1981 – in Ostfriesland. Damals handelte Fielmann mit einem richtungsweisenden Vertrag mit der AOK Esens (Kreis Wittmund) den Krankenkassen die klassische „Kassenbrille“ ab. Er kam mit einer Vielzahl von modernen Alternativ-Modellen. „Bis dahin musste jeder Brillenträger den Nachweis seines geringen Einkommens auf der Nase tragen“, erinnerte sich Fielmann. Kassenbrillen wurden erstattet, wer mehr wollte, musste zahlen.

In Kiel eröffnete Fielmann 1982 sein erstes Super-Center, ein Optik-Fachgeschäft neuer Dimension mit 7000 Brillen. Weitere folgten. 1994 kam der Börsengang – und die Expansion ins Ausland begann. Dort wartet weiter viel Potenzial.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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