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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Was macht den Wert eines Schiffes aus?

26.06.2019

Hamburg Die deutschen Zulieferbetriebe für die Schiffbau- und Offshore-Industrie haben erstmals seit drei Jahren ihre Geschäfte ausgeweitet. Der Umsatz der Branche erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro, teilte die Arbeitsgemeinschaft für Schiffsausrüstung des Verbandes VDMA am Dienstag in Hamburg mit. „Wir sind durch die Talsohle hindurch“, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Martin Johannsmann.

Die Zulieferer folgen damit ihren Kunden, denen es ebenfalls wieder etwas besser geht. Der Welt-Schiffbau hatte im Jahr 2016 mit rund 1000 neuen Schiffen einen Tiefpunkt erreicht. Gegenwärtig liegen die Produktionszahlen bei rund 2000 Schiffen, mit einer Perspektive auf 2500.

Das wirkt sich dann auch in nachgelagerten Bereichen aus. Angesichts steigender Auftragseingänge – im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent – werde sich der positive Trend für die Zulieferer auch im laufenden Jahr fortsetzen, sagte Johannsmann.

In den vergangenen Jahren hatten die Schiffbau-Zulieferer zwar mehr als eine Milliarde Euro Umsatz verloren, sich angesichts der weltweiten Entwicklung im Schiffbau aber noch recht gut gehalten. Das liegt auch daran, dass sie einen nennenswerten Teil ihres Umsatzes mit Serviceleistungen erzielt.

Die Zulieferer beschäftigten rund 63 000 Mitarbeiter, viele davon in Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen. Rund drei Viertel der Wertschöpfung eines Schiffes besteht aus Zulieferungen; die Branche ist in Deutschland drei Mal so groß wie der Schiffbau selbst und stark exportorientiert.

Als eine Stärker der deutschen Zulieferer gilt, dass sie praktisch alles im Angebot haben, was zum Bau eines Schiffes erforderlich ist. Wer will, kann hier theoretisch die ganze „Kette“ einkaufen. Dies gilt auch als wichtige Basis für den Erfolg deutscher Schiffbauer, die anspruchsvolle Sonderwünsche haben, etwa im Militär- oder Passagierschiffbau.

Eine Hauptsorge treibt die Maschinenbauer an, die Werften und Schiffbaubetriebe in aller Welt beliefern: Die Zukunft des freien Welthandels. „Durch den Brexit sind viele Belastungen zu erwarten““, sagte VDMA-Arbeitsgemeinschaftsvorsitzender Johannsmann. „Viele haben die Konsequenzen noch gar nicht vollständig erfasst.“

Und in China werde der Zugang zum Markt immer stärker eingeschränkt oder drohe ganz verloren zu gehen. „Wenn wir keinen Marktzugang haben, dann kann es auch nicht sein, dass chinesische Unternehmen deutsche Firmen kaufen“, sagte Johannsmann, im Hauptberuf Chef der deutschen SKF GmbH in Schweinfurt und gleichzeitig der maritimen Sparte in Hamburg. Rund 20 Prozent aller Aufträge für die Branche kommen aus China. Die Chinesen wollen selbst den Bau von hochwertigen Schiffen ausweiten und auch die Zulieferteile produzieren.

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