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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Häfen warten auf Schiffe am Horizont

14.12.2019

Hamburg /Oldenburg /Emden Die aktuellen Konjunkturbewertungen und die Erwartungen an das kommende Jahr gehen in den einzelnen Sparten der maritimen Wirtschaft weit auseinander. Das ergab eine Umfrage des Verbundes IHK Nord (Hamburg). Er wird von zwölf Industrie- und Handelskammern getragen – darunter auch Oldenburg, Emden und Bremen mit zahlreichen Häfen, Hafenbranchen und Werften in ihrem Kammerbezirk.

Und so fasste man bei der IHK Nord am Freitag die Umfrage-Auswertung zusammen: „Während der Geschäftsklimaindex der Hafenwirtschaft einbricht, steigt er beim Schiffbau. Die Konjunktur in der Schifffahrt bleibt stabil, verharrt aber weiter auf niedrigem Niveau.“

Werften

Die Konjunkturzahlen beim Schiffbau sind erfreulich“, meinte Friederike C. Kühn als Vorsitzende der IHK Nord. Der Index stieg hier von 107,6 auf 123,7 Punkte. „Sorgen bereitet den Werften aber weiterhin die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften.“ 90 Prozent sehen hier große Probleme. Im Frühjahr hatten nur rund 60 Prozent der Werften angegeben, ein Fachkräfteproblem zu haben. Drei Viertel der Schiffbauer sehen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kritisch.

Hafenwirtschaft

In der Hafenwirtschaft ist der Geschäftsklimaindex eingebrochen – um fast 36 Punkte auf jetzt 76,4 Punkte. Zwei Drittel der Betriebe sähen das „wirtschaftspolitische Umfeld“ als Risiko.

Kühn kritisierte, dass Deutschland nach wie vor beim Ausbau wichtiger Infrastrukturprojekte zu langsam vorankomme und bei der Digitalisierung hinterherhinke. Dadurch hätten deutsche Seehäfen bereits Marktanteile beim Umschlag verloren. Steuerliche Vorteile für die Hafenwirtschaft in Rotterdam und Antwerpen würden den Wettbewerb zulasten der Betriebe hierzulande verzerren. Die Ungeduld der Umschlagbetriebe wächst. „Wir fordern seit Jahren, diese Nachteile schnell zu beseitigen und die Hafenwirtschaft im Wettbewerb zu stärken“, so Kühn.

Schifffahrt

Relativ gedrückt bleibt das Stimmungsbarometer in der Schifffahrt: Es verlor gut fünf Punkte auf 87,4 Punkte. „Die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und der Handelsstreit zwischen China und den USA drücken auf die Stimmung“, hieß es. Als Herausforderung gelten die Treibstoffkosten. Ab 2020 dürfen Schiffe nur noch mit dem teureren Marinediesel (maximal 0,5 Prozent Schwefel) fahren.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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