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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

So reagiert der Nordwesten auf den Baustart der Elbvertiefung

24.07.2019

Hamburg /Wilhelmshaven Nach 17 Jahren Planung und langwierigen juristischen Auseinandersetzungen haben Saugbagger am Dienstag im Beisein von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und hochrangigen Vertretern der Stadt Hamburg damit begonnen, die Elb-Fahrrinne zum Hamburger Hafen zu vertiefen. Für Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (Sande/Kreis Friesland) kein guter Tag. „In Niedersachsen steht mit dem Jade-Weser-Port ein leistungsfähiger Hafen zur Verfügung, daher müssen wir uns schon fragen, ob die Elbvertiefung noch zeitgemäß ist“, sagt der SPD-Politiker.

Weniger als Affront aus Hamburg, sondern vielmehr als Ansporn für Wilhelmshaven wertet John H. Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung (WHV), die Vertiefung der Elbe auf dann 13,50 Meter. „Hamburg ist ein Welthafen, und ich wäre ein schlechter Reeder, wenn ich die Notwendigkeit der Elbvertiefung nicht sehen würde“, stellt er im Gespräch mit unserer Zeitung klar.

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Gleichzeitig gibt Niemann sich zuversichtlich, dass sich der Jade-Weser-Port auch positiv entwickelt. Die Elbvertiefung werde ihm nicht schaden. Fast 18 Meter tief ist das Wasser hier. Es ist der einzige Hafen in Deutschland, in dem die größten Schiffe problemlos anlegen können. „Das ist ein riesiger Wettbewerbsvorteil für uns, und daran wird auch die Elbvertiefung nichts ändern“, ist er überzeugt. Und klar ist für ihn auch: „Der Markt wird nicht größer, aber die Schiffe.“

Wilhelmshaven sollte laut Niemann die „Träumerei“ lassen, sich mit der „Weltstadt Hamburg“ zu messen. Der WHV-Präsident wünscht sich stattdessen, dass Wilhelmshaven am Ende Stade und Brunsbüttel im Rennen um den Zuschlag für das erste Flüssiggas-Terminal in Deutschland aussticht und dadurch einen weiteren Wettbewerbsvorteil erhält. Würde Wilhelmshaven LNG-Standort werden, könnten hier auch Schiffe mit neuer Flüssiggas-Antriebstechnologie anlanden. Zudem hofft Niemann, künftig besser mit Hamburg, aber auch mit Bremen und Bremerhaven kooperieren zu können. Gelinge das nicht, „schalten wir in den Konkurrenzmodus“, gibt Niemann sich kämpferisch.

Der künftige Oberbürgermeister von Cuxhaven, Uwe Santjer (SPD), meint hingegen, dass eine bessere Kooperation zwischen Wilhelmshaven und Hamburg die Elbvertiefung überflüssig gemacht hätte.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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