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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

China entdeckt Flüssiggas LNG

26.02.2019

Hamburg /Wilhelmshaven Der Markt für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas/LNG) entwickelt sich nach einer Studie des Energiekonzerns Shell vor allem in Asien sehr dynamisch. Sollte die Nachfrage weiterhin steigen wie bisher, werde es Mitte der 2020er Jahre zu Engpässen bei der Versorgung kommen, heißt es in einem Shell-Ausblick für den LNG-Markt, den der Konzern am Montag veröffentlichte.

„Die Anstrengungen Chinas, die Luftqualität in Ballungsräumen zu verbessern, haben die LNG-Importe 2018 um 16 Millionen Tonnen steigen lassen“, heißt es in dem Report. Das entspreche einem Plus von 40 Prozent zum Vorjahr. „Der Nachfrageschub aus Asien hat unsere Erwartungen erneut übertroffen. Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt“, sagte Shell-Direktor Maarten Wetselaar.

China hat damit für einen Großteil des globalen Nachfrage-Anstiegs um 27 auf 319 Millionen Tonnen gesorgt. „Chinas anhaltend steigende LNG-Importe haben dazu beigetragen, die Luftqualität in einigen der größten Metropolen zu verbessern“, erkläre Wetselaar. Bis 2020 rechnet Shell mit einem weiteren Nachfrageschub auf 384 Millionen Tonnen LNG. Allein im laufenden Jahr werde das globale Angebot um 35 Millionen Tonnen zunehmen, die vollständig von Asien und Europa verbraucht werden.

Auf der Angebotsseite hat Australien zum führenden LNG-Exporteur Katar aufgeschlossen. Die beiden Hauptexporteure seien gut aufgestellt, um die schnell wachsenden Märkte Asiens zu versorgen.

Verglichen mit Diesel verursacht LNG bis zu 25 Prozent weniger CO2, 90 Prozent weniger Stickoxid und kaum noch Schwefel und Feinstaub.

Das Flüssiggas LNG, das bei extrem niedrigen Temperaturen nur ein minimales Transport- und Lagervolumen benötigt, ist auch in Norddeutschland ein großes Thema. Gleich drei Standorte konkurrieren darum, staatliche Förderung für den Aufbau eines Anlande- und Verteilungspunktes zu bekommen: außer Wilhelmshaven auch Stade und Brunsbüttel. Der Markt gilt als zukunftsträchtig: Schiffe und Lastwagen könnten mit entsprechendem Antrieb wesentlich umweltfreundlicher werden. In Deutschland gibt es bisher noch kein Import-Terminal für LNG.

Vor allem die USA wollen mehr Flüssig-Erdgas in Europa verkaufen. Dieses gilt aber bisher noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig.

Der stellvertretende US-Energieminister Dan Brouillette warb kürzlich in Berlin für einen stärkeren Import von LNG-Gas aus den USA. Die Preise dafür würden etwa wegen höherer Produktionskapazitäten in den USA in den kommenden Jahren deutlich fallen.

Allerdings zeigt die Entwicklung Chinas nun auch, dass die Nachfrage deutlich steigen wird. Was das unterm Strich für die Weltmarktpreise bedeuten könnte, ist unklar.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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