Hamburg/Wittmund/Norderney - Schon seit vielen Jahren geht es immer nur aufwärts: Die Preise für Ferienimmobilien an der deutschen Küste steigen und steigen – und sie führen viele Vergleiche an. Doch Entspannung ist nicht in Sicht. Eine neue Markteinschätzung des Makler–Riesen Engel & Völkers (Hamburg) zeigt: Die Preise für Ferienwohnungen an der deutschen Ost- und Nordseeküste werden weiter zulegen.

Dagegen hätten sich die Preise für Ferienhäuser auf hohem Niveau stabilisiert, hieß es. Nur noch regional sei hier vereinzelt mit Zuwächsen zu rechnen.

Für den Marktbericht wurden 24 Standorte an der Küste, in der Alpenregion sowie am Bodensee ausgewertet. Spitzenreiter bei den Preisen bleibt die Ferieninsel Sylt, wo eine einzelne Ferienimmobilie (Haus) für 17 Millionen Euro angeboten wurde.

Bei den Quadratmeterpreisen für Wohnungen in sehr guten Lagen liegt mit Sylt (Spanne: 12 000 bis 15 000 Euro je Quadratmeter) ein Standort im Nordwesten auf gleichem Niveau: Norderney. Mit Juist ist noch ein weiterer Ort aus Weser-Ems unter den Top 10 (7000 bis 12 000 Euro).

Die Nachfrage nach Ferienimmobilien und Zweitwohnsitzen sei ungebrochen hoch, leitet Engel & Völkers seinen Marktbericht ein. Das Angebot werde deutlich überstiegen. Es gehe Investoren um Vorzüge eines eigenen Domizils am Lieblings-Ferienort und Altersvorsorge sowie Kapitalsicherung.


Die höchste Ferienwohnungsdichte an den Küsten (gemessen am Gesamtwohnungsmarkt) finde sich im Kreis Wittmund mit Bensersiel und der Insel Langeoog.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)