• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Handel punktet mit Gastronomie

25.03.2014

Düsseldorf /Oldenburg Wer bei „Edeka-Zurheide“ im Düsseldorfer Süden einkaufen geht, hat die Wahl: nicht nur zwischen Zehntausenden von Produkten wie in jedem großen Supermarkt, sondern auch zwischen vier Gastronomieangeboten. Der Kunde kann im Gourmet Bistro eine Bouillabaisse genießen, an der Sushi Bar, im Steak House oder im Café Platz nehmen. Alle Angebote sind nahtlos in den Verkaufsraum integriert.

Dieser Edel-Edeka ist damit Vorreiter eines Trends: Mehr und mehr Händler versuchen, mit integrierten Restaurants Kunden in die Läden zu locken und sie zu binden.

Für den Innovationsschub gibt es mehrere Hintergründe: neue Umsatzpotenziale, Absicherung gegen Discounter – und noch eines: Man will sich mit mehr Attraktivität gegen den aufkommenden Online-Lebensmittelhandel stärken. Dieser will sich ein Stück vom Umsatz-Kuchen abschneiden.

Zwar liegen die Anteile der Bestellung über das Internet und Auslieferung per Logistiker im Lebensmittelsektor noch im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich. Doch die Wachstumsraten sind sehr hoch. Das wurde kürzlich auch bei einer Veranstaltung des Marketingclubs Weser-Ems deutlich. Schon wird in Metropolen die Auslieferung am selben Tag geprobt.

Der stationäre Einzelhandel hält mit neuen Argumenten gegen. „Für uns ist es wichtig, den Kunden beim Lebensmitteleinkauf etwas Besonderes zu bieten“, begründet Geschäftsführer Rüdiger Zurheide das üppige Gastronomie-Angebot. Nach jahrelangen Verlusten rechne sich das inzwischen auch.

Auch Rewe-Chef Alain Caparros will die Supermärkte des zweitgrößten deutschen Lebensmittelhändlers mit Gastronomieangeboten attraktiver machen. „In Zukunft wird der Supermarkt ein Ort der Begegnung sein“, glaubt er. Der Handelsriese testet deshalb derzeit an drei Standorten in Deutschland ein neues Restaurant-Konzept, das in Zukunft Einzug in viele Läden der Kette halten könnte: „Made by Rewe“. An rustikalen Holztischen kann man dort Nudeln, Pizzen oder indische Currys essen. Auch ein Frühstücksbuffet ist im Angebot, erläutert Rewe-Manager Christoph Wenisch.

Grundsätzlich sieht Wenisch gute Chancen für das Konzept. „Das Konsumverhalten ändert sich. Viele gehen am Abend, bevor sie nach Hause gehen, noch kurz etwas essen und trinken.“ Dafür sei ein solches Angebot prädestiniert. Natürlich setzt man darauf, dass auch noch eingekauft wird.

Auch der Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz, sagt: „Es spricht einiges für einen Erfolg der Gastronomiepläne von Edeka, Rewe und Co.“ Supermärkte könnten den Kunden in ihren Restaurants ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Außerdem sei es bequem, wenn man den Restaurantbesuch zusammen mit dem Einkauf erledigen könne. Das gelte für Berufstätige, aber auch für Senioren. Diese fänden so auch auch „soziale Ansprache“ im Supermarkt. Für den Handelsexperten Jochen Pinsker von der Marktforschungsfirma npdGroup steht fest: „Die Supermärkte könnten mit ihren Gastronomieplänen zu den Gewinnern gehören.“

Weitere Texte zum Thema:


     www.nwzonline/kaufhier 

Weitere Nachrichten:

Edeka | Rewe

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.