Oldenburg - Gerechte Handelskontakte sollen in Oldenburg einen höheren Stellenwert erhalten: Das ist das Ziel der Kampagne „Fairtrade-Towns“, der sich die Stadt auf Beschluss des Rates anschließt. Als „fairtrade“ gelten Produkte aus anderen Ländern und Kontinenten, wenn die Arbeits- und Einkommenbedingungen der Produzenten berücksichtigt und Kriterien einer nachhaltigen Wirtschaft eingehalten werden.

Die Grünen hatten bereits vor Monaten den Antrag gestellt, Oldenburg in die Reihe der bundesweit mehreren hundert „Fairtrade-Towns“ aufzunehmen. Ziel solle sein, das kommunale Handeln in Bezug auf Nachhaltigkeit zu überprüfen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, heißt es in dem entsprechenden Antrag. Vor allem die CDU hatte das Ansinnen unter Kostengesichtspunkten kritisch bewertet. Eigenes Personal stehe nicht bereit, hatte die Verwaltung betont.

Nachdem der Antrag im Umweltausschuss zuvor abgelehnt worden war, hatte ein Versuch am Montagabend mehr Erfolg: SPD, Grüne und Linke/Piraten votierten dafür, CDU/FW-BFO dagegen, FDP/WFO enthielten sich.

Die Verwaltung wurde aufgefordert, Voraussetzungen für eine Bewerbung um diesen Titel zu schaffen. Zudem sollten alle Schulen über die Kampagne Fairtrade-School informiert und bei einer Bewerbung unterstützt werden.

„Fairtrade-Towns“ ist eine Bewegung in 25 Ländern. Über 1500 Kommunen tragen den Titel. Eine Steuerungsgruppe soll die Aktivitäten koordinieren. Die Oldenburger Einzelhändler und die Gastronomie werden ermuntert, mindestens zwei Produkte aus „fairem Handel“ anzubieten.