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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Handel soll Kernkompetenzen ausspielen

14.06.2014

Oldenburg Für den stationären Einzelhandel führt kein Weg an einer Online-Strategie vorbei. Es sei besser, „jetzt dabei zu sein“ und es helfe überhaupt nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Das sagte der Experte Frank Heinze vom Beratungsunternehmen Heinze und Partner (Dortmund) bei einer Veranstaltung der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Thema „Ladenleerstand“.

Heinze plädierte vor rund 50 Vertretern von Kommunen und Einzelhandel dafür, möglichst viele Kanäle einschließlich Sozialer Medien zu nutzen und sie zu vernetzen. Wichtig sei gezieltes Zielgruppenmarketing. Dazu könnten zum Beispiel bei einem Buchladen in Uni-Nähe Tipps für Erstsemester oder auch Autorenlesungen zählen.

Heinze empfahl dem stationären Einzelhandel, im Konkurrenzkampf mit Internet-Anbietern seine Kernkompetenzen auszuspielen. Darüber spreche man zu wenig. Dabei biete der Handel ein „reales Angebotserlebnis“ mit zahlreichen „Annehmlichkeiten“. Dazu zähle auch die „Vorauswahl im Ladengeschäft“ statt der unendlichen Auswahl im Netz. Zudem gebe es einen „Komfort der Nähe“, auch bei Serviceleistungen. Vielerorts würden Bringdienste organisiert.

Die stationären Einzelhändler sollten auch gezielt an ihrer Atmosphäre sowie an der Gesprächskultur und guten Beziehungen arbeiten und dies herausstellen. Sie könnten mit Aspekten wie Einfühlsamkeit, Problemlösung und Zeit punkten.

Berater Heinze rief zu immer neuen Anstrengungen auf. „Durchschnitt bestraft das Internet“, lautete seine Warnung an den klassischen Einzelhandel.

Die Innenstädte insgesamt müssten in Sachen online noch aufholen. Hier werde gerade viel experimentiert, etwa mit QR-Codes, Online-Parktickets mit Erstattungsmöglichkeiten oder Automaten für Rabatt-Coupons. Generell sollte man sich insbesondere in kleinen und mittleren Städten gemeinsam positionieren. Sonst werde es „schwer, zu bestehen“.

Wichtig sei beim Marketing, das „Erlebnis“ herauszustellen, neben dem Appell, lieber lokal (mit positiven Wirkungen auf die Region) einzukaufen als bei ausländischen Internetriesen.

Für den Fall wachsender Leerstände und Defizite im Branchenmix empfahl Heinze, ein aktives Brachflächen-Management aufzubauen. Dafür müssten die Kommunen aber erhebliche Ressourcen bereitstellen. IHK-Geschäftsführerin Carola Havekost wies darauf hin, dass es Leerstände früher eher einzeln gegeben habe.

Heute seien sie häufiger und dauerten länger, nicht nur in Nebenlagen. Betroffen seien insbesondere Klein- und Mittelstädte.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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