Oldenburg - Die Initiative Maritimer Standort Nordwest fordert mit Blick auf die anstehenden Koalitionsgespräche in Niedersachsen, Schifffahrt und Häfen in der Elbe-Weser-Ems-Region zu stärken. Die in der Initiative vereinten Kammern und Wirtschaftsverbände verlangen weitere Investitionen in die Seehäfen und deren Verkehrsanbindungen.
Der Präsident der Oldenburgischen IHK, Gert Stuke: „Die maritime Wirtschaft ist eine der wichtigen Wachstums- und Zukunftsbranchen im Nordwesten.“ Alleine die bremischen und niedersächsischen Häfen beschäftigen mehr als 138 000 Menschen.
Dieser Bedeutung müsse auch der Koalitionsvertrag Rechnung tragen. John H. Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung: „Letztes Jahr wurden in den niedersächsischen Seehäfen mehr als 50 Millionen Tonnen umgeschlagen. Angesichts der positiven Wachstumsprognosen sollten sie einen Investitionsschwerpunkt bilden.“
Zudem werde der Ausbau der Offshore-Windkraft die weitere Entwicklung in den Häfen sehr beeinflussen, so Wilhelm-Alfred Brüning, Präsident der IHK für Ostfriesland und Papenburg. Niedersachsen müsse sich beim Bund noch stärker dafür einsetzen, das staatliche KfW-Kreditprogramm für Offshore- Windparks auch für die Hafeninfrastruktur und den Bau von Offshore-Spezialschiffen zu öffnen. Gemeinsames Engagement von Bremen und Niedersachsen fordert der ehemalige Bremer Bürgermeister und heutige Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Weser, Dr. Klaus Wedemeier.
