Cloppenburg - Ein positives Fazit haben die Kreishandwerksmeister Günther Tönjes (Cloppenburg) und Ludger Wessel (Vechta) sowie die Geschäftsführer Dieter Mertens (VEC) und Dr. Michael Hoffschroer (CLP) zum abgelaufenen Jahr gezogen. Auch dank der guten konjunkturellen Gesamtentwicklung hätten die meisten Handwerksbetriebe im zurückliegenden Jahr volle Auftragsbücher verzeichnet – insbesondere im Bau- und Ausbauhandwerk. Nicht ganz so rund lief es bei den industrienahen Zulieferbetrieben, die zum Teil doch um eine gute Auslastung hätten kämpfen müssen.
„Für uns stand und steht die Unterstützung der Mitgliedsbetriebe bei der zunehmend schwierig werdenden Aufgabe der Fach- und Führungskräftesicherung im Mittelpunkt“, betonte Hoffschroer mit Blick auf die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg. Kreishandwerksmeister Tönjes ergänzte hierzu, dass mit der Durchführung einer Umfrage und der Veröffentlichung der Ergebnisse zur betrieblichen Personalarbeit nun Zahlenmaterial vorläge, auf dessen Grundlage man gezielt Maßnahmen zur Unterstützung der kleinen und mittleren Handwerksbetrieb auf den Weg bringen werde.
Insgesamt sei im vergangenen Jahr auch die Zusammenarbeit der Kreishandwerkerschaften Vechta und Cloppenburg noch weiter intensiviert worden. So habe man gemeinsam die Idee eines Projektes zur Gewinnung von Studienabbrechern entwickelt, das inzwischen unter dem Titel „Masterplan Handwerk“ erfolgreich bei der Kreishandwerkerschaft Vechta angelaufen sei und an dem sich auch Betriebe aus dem Landkreis Cloppenburg beteiligten, hieß es.
Auch bei der Durchführung der Maßnahmen zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung oder von Informationsveranstaltungen zu innungsspezifischen Fachthemen habe man eng zusammengearbeitet. Im kommenden Frühsommer ist wieder eine gemeinsame Fahrt der Cloppenburger und Vechtaer Innungsbetriebe nach Rom geplant.
Für das Jahr 2013 glauben die Handwerksvertreter an eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, die weiterhin von einer guten Situation der Bau- und Ausbauhandwerke im Oldenburger Münsterland getragen werde. Beide Kreishandwerkerschaften wollen sich noch stärker als Dienstleister im Bereich des Informationsmanagement positionieren. „Gerade wenn unsere Betriebe gut zu tun haben, kommt der strategische, übergeordnete Blick hin und wieder etwas zu kurz. Da werden wir als Kreishandwerkerschaften und Innungen gefordert, Informationen zu filtern und aufzubereiten, so dass die wesentlichen Aspekte auch durchkommen“, erklärten Mertens und Hoffschroer abschließend.
