HANNOVER - Das Kultusministerium widerspricht der Darstellung, die Abiturquote sei in Niedersachsen drastisch gesunken und liege unter dem Bundesdurchschnitt. Wie Staatssekretär Bernd Althusmann auf Anfrage der SPD mitteilte, lagenUntersuchungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu Grunde, welche die Quoten der Studienberechtigten in Niedersachsen nur unzureichend wiedergäben.
So würde etwa die Möglichkeit, auch über Fachgymnasien eine Studienberechtigung zu erlangen, ausgeklammert. Berücksichtige man alle Optionen, lag die Quote im vergangenen Jahr bei 42 Prozent – nicht wie von der OECD angegeben bei 28,7 Prozent. Bezogen auf die Landkreise und kreisfreien Städte wurden am Ende des Schuljahres 2008/2009 in den Städten Oldenburg (52,7 Prozent), Osnabrück (49,6 Prozent) und Braunschweig (47 Prozent) die höchsten Quoten erreicht.
