HANNOVER - Beschäftigte im Jobcenter der Region Hannover bangen um ihren Arbeitsplatz. Mit einem offenen Brief wandten sie sich deshalb an Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Nach vorläufigen Schätzungen werde der Vertrag von mehr als 150 befristet Beschäftigten auslaufen, ohne die Stellen neu zu besetzen, kritisierte die Gewerkschaftssekretärin von Verdi, Birgit Schütte. Die Belegschaft sei ohnehin stark belastet.

Der Sprecher der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Michael Köster, sagte, es gebe befristete Verträge im Jobcenter, die nicht verlängert werden könnten. Wie viele Mitarbeiter betroffen seien, könne er aber nicht sagen. „Wir warten auf eine politische Entscheidung, in welchem Umfang wir Mitarbeiter unbefristet und befristet einstellen können.“

Bezieher von Hartz-IV-Leistungen werden in den Jobcentern betreut. Die Arbeitsagentur ist für die Integration der Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt zuständig, die Kommunen kümmern sich um die Unterbringung und die soziale Betreuung.