Hannover - Trotz anhaltend guter Wirtschaftslage und Hunderttausender neuer Jobs in Niedersachsen geht die Armut nicht zurück. Rund 1,25 Millionen Menschen waren 2016 von Armut bedroht, die Armutsgefährdungsquote stagnierte bei 16,0 Prozent, teilte das Statistische Landesamt mit. Besonders betroffen sind Erwerbslose und Alleinerziehende, Kinder und junge Leute sowie Geringqualifizierte und Migranten.
Für die Armut macht die Landesarmutskonferenz die Politik verantwortlich. „Das Geld für mehr soziale Gerechtigkeit ist da. Was fehlt, ist der politische Wille zur Veränderung“, sagte Geschäftsführer Klaus-Dieter Gleitze. In Niedersachsen seien fast 100 000 Menschen langzeitarbeitslos, etwa ein Viertel der Beschäftigten arbeitet im Niedriglohnsektor.
