HANNOVER - Bürgerinitiativen am Atommülllager Asse sind mit dem Vorschlag einer Entsorgung der in das Bergwerk eindringenden Lauge in der Nordsee beim Betreiber auf offene Ohren gestoßen. „Der Vorschlag, das in die Nordsee zu leiten, ist interessant“, sagte der Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Werner Nording, am Mittwoch. Konkrete Pläne gibt es aber bisher nicht.

Die im Asse II-Koordinationskreis vereinten Initiativen verlangten am Mittwoch erneut, die Pumpkapazität an dem maroden Salzstock bei Wolfenbüttel zu erhöhen. Damit solle ein Absaufen des Bergwerks verhindert und die ins Auge gefasste Bergung der eingelagerten 126 000 Atommüllfässer bei einem größeren Zufluss von Wasser weiter möglich sein. Die Initiativen schlugen vor, die im Bergwerk anfallende Salzlauge bei einem befürchteten Anstieg der Menge in Zukunft in Kesselwagen per Bahn Richtung Nordsee zu transportieren.