HANNOVER - Niedersachsen will mit dem Bundesumweltministerium und anderen Ländern über eine Vermeidung weiterer Atommüll-Transporte nach Gorleben sprechen. „Das Landeskabinett hat unisono den absoluten Wunsch geäußert, dass dies der letzte Castor-Transport sein möge“, sagte Regierungssprecher Franz-Rainer Enste am Mittwoch in Hannover.
Man wolle sich in Gesprächen darum bemühen, die Voraussetzungen für eine Lagerung stark radioaktiver Wiederaufarbeitungsabfälle in anderen Zwischenlagern zu schaffen. Bislang sei das nur in Gorleben genehmigt. „Bei anderen Destinationen muss das entsprechend geregelt werden“, sagte Enste. Ministerpräsident David McAllister (CDU) werde dazu Gespräche führen.
Unterdessen könnte durch Nordrhein-Westfalen schon Anfang 2012 ein stark radioaktiver Atommülltransport rollen. Der Bund habe am Mittwoch mit seiner Mehrheit im Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich den Transport von Jülich ins Zwischenlager Ahaus durchgesetzt, teilte die Düsseldorfer Landesregierung mit.
