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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Windkraft droht das Ende

20.11.2019

Hannover /Aurich Vor einem Ende der deutschen Windindustrie hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag im Landtag gewarnt. Hintergrund ist die schwere Krise bei dem ostfriesischen Windkraftanlagen-Hersteller Enercon. Das Unternehmen plant den Abbau von jeweils 1500 Arbeitsplätzen am Stammsitz in Aurich sowie in Magdeburg.

Weil legte einen Zehn-Punkte-Plan vor. Dieser sieht unter anderem vor, dass Niedersachsen sich nicht an die von der Bundesregierung geplante 1000-Meter-Abstands-Regel von Windkraftanlagen zur nächsten Wohnbebauung hält. Das Land werde von der vorgesehenen Öffnungsklausel Gebrauch machen und arbeite an einer angemessenen Lösung, die einen Schutz der Bevölkerung gewährleiste und gleichzeitig der Windenergie eine „faire Chance“ gebe.

Der Ministerpräsident beklagte in seiner Regierungserklärung, dass Windparkprojekte sich immer mehr zu einem „Hindernislauf“ entwickelten. Es gehe häufig um Belange des Natur-, Arten- und Denkmalschutzes, um militärische und flugtechnische Belange sowie um Widerstände von Anliegern, die immer wieder in Klagen mündeten und den Bau neuer Windkraftanlagen bremsten. „Wenn man all dies zusammennimmt, ist es kein Wunder, dass der Ausbau des Windstroms in Niedersachsen und überall nahezu zum Erliegen gekommen ist“, kritisierte Weil und forderte auch mit Blick auf umständliche Planverfahren: „Diese Bremsen müssen wir rasch lösen, wenn es weitergehen soll mit den erneuerbaren Energien.“

An diesem Mittwoch kommen auf Einladung des Wirtschaftsministeriums Vertreter der Enercon-Geschäftsführung, der IG Metall, der Arbeitsagentur und des Wirtschaftsverbandes Ems-Achse in Aurich zusammen, um arbeitsmarktpolitische Möglichkeiten auszuloten.

Hilfe für Enercon fordert auch Claudia Kemfert, Energieökonomin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. In einem NWZ-Interview sagte sie: „Wäre eine andere Branche betroffen, würde man sich mit Hilfen überschlagen. Den derzeitigen Spendiermodus bei der Kohle sollte man auch bei Wind anwenden.“ Vor allem dürften aber die Rahmenbedingungen nicht verschlechtert, sondern müssten deutlich verbessert werden.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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