HANNOVER - HANNOVER/DPA - Der Genossenschaftsverband Norddeutschland (GVN/Hannover) erwartet 2006 ein leichtes Ansteigen der Zinsen. Dies werde die anspringende Konjunktur jedoch nicht abwürgen, sagte GVN-Vorstandsmitglied Walter Weber. Er meinte zugleich: „Ich wundere mich, dass die historisch niedrigen Zinsen nicht zu mehr Stimulanz für die Wirtschaft gesorgt haben.“

Die Bilanzsumme der 162 Volks- und Raiffeisenbanken im GVN, darunter einige im Nordwesten, stieg 2005 leicht um 1,3 Prozent auf 67 Milliarden Euro. Auch 2006 rechnet der GVN mit einem Wachstum der Institute in den acht Mitgliedsländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Als Grund werden u.a. die weiterhin günstigen Zinsen angesehen.

2005 wuchsen die GVN-Kundenkredite um 1,5 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro. Die Einlagen erreichten 50,7 Milliarden Euro (plus 1,4 Prozent).