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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Neuer Verdacht im Steinhoff-Skandal

12.11.2018

Hannover Im Fall des von einem Bilanzskandal erschütterten Möbel- und Handels-Konzern Steinhoff (Amsterdam/Stellenbosch) prüft die Staatsanwaltschaft Oldenburg eine Ausweitung ihrer Ermittlungen. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in Hannover.

Hintergrund seien neue Hinweise auf mögliche Weiterungen aus Südafrika. „Ein eventuelles Erfordernis weiterer Ermittlungen im Wege der internationalen Rechtshilfe in strafrechtlichen Angelegenheiten mit Südafrika wird fortlaufend geprüft“, sagte ein Behördensprecher der dpa.

Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte er keine weiteren Angaben machen. Im Inland wie auch dem europäischen Ausland dauerten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft an. Nationale Behörden ermitteln in mehreren Staaten – mindestens Deutschland, Südafrika, Niederlande – nebeneinander.

In einer parlamentarischen Anfrage fordert der Landtagsabgeordnete und Ex-Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) Informationen zum aktuellen Stand der Erkenntnisse von der Landesregierung. Auch er beruft sich auf Berichte aus Südafrika, wonach Mitglieder des inneren Führungszirkels jahrelang Geld des Konzerns durch ein kompliziertes Netzwerk von Offshore-Firmen umgeleitet haben sollen. Das Fachmagazin „Financial Mail“ hatte diese Woche darüber in seiner Titelgeschichte berichtet.

Hintergrund ist ein Bilanzskandal, der den von Südafrika aus geführten Steinhoff-Konzern in eine Krise rutschen ließ. In der öffentlichen Wahrnehmung nahm die Affäre 2015 mit einer Razzia einer Oldenburger Ermittlungsgruppe im Nordwesten – Schwerpunkt: Ammerland – ihren Ausgang. Es ging unter anderem um den Verdacht auf Bilanzfälschung.

Ende 2017 brach die Krise des Konzerns offen aus. Das Ausmaß der Unregelmäßigkeiten bei der börsennotierten Gruppe mit Wurzeln in Westerstede ist aber noch nicht absehbar. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte, der Gegenstand ihrer Ermittlungen habe sich durch die Berichte nicht verändert. Aktuell bestehe aber kein Kontakt zu den südafrikanischen Behörden.

Der nächste große Schritt bei der Aufklärung der Ereignisse, die den Anlegern Milliarden-Verluste und den Konzern an den Rand des Zusammenbruchs brachten, wird nicht von den Ermittlungsbehörden, sondern einer Prüf-Firma erwartet: PwC soll noch im Dezember einen Bericht vorlegen. Einen Schwerpunkt dürften Ereignisse bei der Europa-Sparte von Steinhoff International und damit auch im Nordwesten bilden.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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