HANNOVER - Zurückhaltende Tipper, illegale Konkurrenten und strikte Auflagen zur Eindämmung der Spielsucht haben Lotto-Niedersachsen 2008 deutliche Umsatzeinbußen beschert. Bei den Sportwetten gingen die Spieleinsätze sogar um rund 40 Prozent zurück.

Lotto-Geschäftsführer Rolf Stypmann sagte am Dienstag in Hannover, dass viele Spieler deshalb offenbar auf illegale Wettbuden ausweichen. Mit 735 Millionen Euro lag der Jahresumsatz 2008 von Lotto-Niedersachsen 11,2 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nur Kosteneinsparungen etwa beim Personal hätten einen recht stabilen Jahresüberschuss von 25,5 Millionen Euro (Vorjahr 27,2 Millionen Euro) möglich gemacht, erklärte der Lotto-Chef. Für 2009 rechnet Stypmann mit einem weiteren Umsatzminus von fünf bis zehn Prozent.

Nach der Schließung von 65 Annahmestellen müssen sich jetzt vor allem Spieler im ländlichen Raum neue Anlaufpunkte suchen.