HANNOVER/BONN -
Das Bundeskartellamt hat Bedenken angemeldet. Das Land will insgesamt acht Krankenhäuser verkaufen.
HANNOVER/BONN/DPA - Der geplante Verkauf des Landeskrankenhauses (LKH) Wunstorf an das Klinikum der Region Hannover droht zu scheitern. Eine Übernahme berge die Gefahr, dass die Region ihre marktbeherrschende Stellung auf dem Gebiet der psychiatrischen Dienstleistungen verstärken würde. Das sagte eine Sprecherin des Bundeskartellamtes am Dienstag in Bonn. Bis zum 13. April habe die Region noch Zeit, die kartellrechtlichen Bedenken zu zerstreuen. Niedersachsen will mit dem Verkauf von insgesamt acht Kliniken 107 Millionen Euro einnehmen.„Wir erhoffen uns eine nachvollziehbare und vermittelbare Lösung“, sagte der Ärztliche Direktor des LKH Wunstorf, Prof. Andreas Spengler. Die rund 900 Mitarbeiter des Klinikums hatten sich für eine öffentlich-rechtliche Trägerschaft ausgesprochen. Die Krankenhaus-Leitung will sich in den Verhandlungen nicht positionieren. „Wir stehen allen seriösen Bietern offen gegenüber“, erklärte Spengler.
Auch der Verkauf des LKH Osnabrück ist weiterhin ungeklärt. Die mündliche Verhandlung findet am 22. Mai statt.
