HANNOVER/BREMEN/BERLIN - HANNOVER/BREMEN/BERLIN/ DPA/AFP/RZK - Der freiwillige Sommerschlussverkauf (SSV) war für den Einzelhandel in Niedersachsen und Bremen ein voller Erfolg. „Unzufrieden ist keiner“, sagte der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Nordsee, Wolfgang Brakhane, am Sonnabend. „Die Witterung in dieser Woche war dazu angetan, die Kundschaft in die Läden zu locken“, berichtete Hans-Joachim Rambow vom Unternehmerverband Einzelhandel Niedersachsen. Vor allem Sommerartikel und Sportbekleidung seien stark nachgefragt worden.
„Alles, was auf der blanken Haut zu tragen ist, ist weggegangen“, freute sich Brakhane. Die Sommerware sei fast vollständig verkauft worden. Die Preisnachlässe lagen nach Angaben der Verbandssprecher bei bis zu 70 Prozent. Mit Blick auf die im Januar anstehende Mehrwertsteuer-Erhöhung seien die Händler gezwungen gewesen, keine Ware zurückzulegen, meinte Brakhane. „Die Läger sind gut geräumt.“ Gut lief auch der Verkauf von Gartenmöbeln und -schirmen. „Wir sind in diesem Jahr vom Wetter geküsst worden.“
Auch für Deutschland insgesamt gilt: Die Läger sind gut geräumt worden, wie eine Umfrage bei den Regionalverbänden ergab.
Eher zurückhaltend sei jedoch bisher die Nachfrage nach Herbstware. „Das ist aber verständlich bei dem Wetter“, sagte Rambow.
Am bundesweit koordinierten SSV hatten sich nach Angaben des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels mehr als zwei Drittel aller Geschäfte beteiligt.
Rechtlich gesehen können seit dem Fall der gesetzlichen Einschränkungen im ganzen Jahr preisreduzierte Waren angeboten werden. „Es gibt zwar keine gesetzlichen Schlussverkäufe mehr, doch das weiterhin große Interesse der Kunden zeigt, dass der SSV noch lange kein Auslaufmodell ist“, betonte der Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels, Günter Gross.
