HANNOVER/BREMEN - HANNOVER/BREMEN/LNI - Die Landschaftsbauern in Niedersachsen und Bremen erhalten nur noch spärlich Aufträge von Land oder Kommunen. „Mitte der 90er-Jahre waren rund 40 Prozent aller Aufträge öffentlich. Jetzt sind es nur noch etwa 20 Prozent“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen, Harald Mikulla. Dagegen sei das private Auftragsvolumen auf gut 40 Prozent gestiegen. Die Branche zählt in beiden Bundesländern rund 8500 Beschäftigte. Dem Verband mit Sitz in Bremen gehören 230 Betriebe an.
Im Vergleich zum Baugewerbe könnten die Landschaftsbauern trotz der schlechten Wirtschaftslage allerdings zufrieden sein. „Das Verhältnis von öffentlichen und privaten Aufträgen hat sich in den letzten Jahren umgekehrt“, sagte Mikulla. Das fehlende öffentliche Geld würde durch Privataufträge nahezu ausgeglichen.
Sich den eigenen Garten von Profis verschönern zu lassen, liegt nach Angaben Mikullas „voll im Trend“. Der Garten als Freizeitraum werde immer attraktiver. Dies stelle jedoch die Gartenbaubetriebe vor ganz neue Herausforderungen. „Firmen, die völlig auf die öffentlichen Auftraggeber vertraut haben, können sich nur schwer umorientieren“, erläutert Mikulla. Insofern hätten fünf bis zehn Prozent der Unternehmen den Strukturwandel auch nicht überstanden. Entlassungswellen seien aber in Zukunft nicht zu erwarten.
