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Streiks Und Demos In Niedersachsen Busse und Bahnen stehen still, Kita und Theater sind geschlossen

Hannover/Bremen - Wegen der Warnstreiks im öffentlichen Dienst rollt am Donnerstag im Nahverkehr in mehreren niedersächsischen Städten kaum mehr etwas. Auch Kitas bleiben geschlossen und Müllentsorger und Stadtreiniger arbeiten mancherorts nicht. Für Zehntausende Menschen im Land erschwert sich der Alltag.

Verkehr trotz Abi-Prüfungen lahmgelegt

In Hannover, Braunschweig und Wolfsburg bleiben Busse und Bahnen den ganzen Tag lang stehen - obwohl Schüler gerade Abiturprüfungen schreiben müssen. Sie müssen aufs Fahrrad umsteigen oder Eltern bitten, sie im Auto mitzunehmen. In den drei Städten sowie in Peine, Salzgitter und Einbeck sind auch die meisten Kitas geschlossen.

Ab 3 Uhr trafen sich die ersten 30 Streikposten in Hannover auf dem Üstra-Betriebshof Glocksee und zeigten Transparente, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Marian Drews mitteilte. Ab 7 Uhr würden dann auch die anderen Mitarbeiter vor Ort zusammenkommen.

Kliniken in Bremen und Hannover

Auch einige Klinikum-Angestellte legen in Hannover und Bremen ihre Arbeit nieder. Dort kümmern sich Ärzte und Pfleger nur um Notfälle und um Patienten, die bereits in den Krankenhäusern liegen. Auch Stadtwerksmitarbeiter und Personal von Jugend- und Jobzentren sowie Stadtbibliotheken und Sparkassen arbeiten nicht.

Um 11.30 Uhr erwartet Verdi rund 8000 streikende Angestellte aus ganz Niedersachsen auf dem Opernhausplatz in Hannover. Hauptredner soll Verdi-Chef Frank Bsirske sein. Auf dem Marktplatz in Bremen ist eine Kundgebung mit rund 2500 Teilnehmern geplant.


Bundesweiter Streik

Bundesweit legen Tausende Angestellte von Bund und Kommunen seit einigen Tagen ihre Arbeit nieder, weil sie vor den Tarifverhandlungen am 15. und 16. April Druck auf ihre Arbeitgeber machen wollen. Verdi fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn. „Wenn diese Verhandlungen zu keinem vernünftigen Ergebnis führen nächste Woche, dann werden wir mit Eskalationen noch ganz anderen Ausmaßes rechnen müssen“, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske am Dienstag.

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