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Dioxin-Eier Weiter Suche nach der Ursache

Sigrun Stock

HANNOVER - Mit Hochdruck suchen die Behörden nach der Ursache für die erhöhten Dioxinwerte in den Eiern von drei Hühnerhöfen im Kreis Aurich. Unter anderem wurden Proben vom Boden und von der Einstreu genommen, teilte das niedersächsische Landwirtschaftministerium am Wochenende mit. Auch andere Materialien sollen untersucht werden, etwa Proben der Stallisolierung.

Ergebnisse der Untersuchungen lagen bis Sonntagnachmittag noch nicht vor. „Heute erwarten wir auch nichts mehr“, sagte Natascha Manski, Sprecherin des Ministeriums in Hannover.

Unter anderem soll geklärt werden, ob die Erhöhung der Belastung in den Eiern betriebsindividuelle Gründe hat oder ob möglicherweise die Lage der Höfe eine Rolle spielt. Alle drei Unternehmen liegen in einer Region, die sich von Aurich bis in das südlich angrenzende Gebiet der Gemeinde Großefehn erstreckt. Um die mögliche Ursache weiter einzugrenzen, werden auch stichprobenartig Eier aus den umliegenden Betrieben untersucht.

100 000 Eier eines Biobetriebes waren an einen Großhändler nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden. Aus den anderen beiden, konventionell arbeitenden Betrieben könnten maximal 58 500 möglicherweise mit Dioxin belastete Eier in einer Handelskette im Nordwesten Niedersachsens in den Verkauf gelangt sein, ermittelte der Landkreis Aurich. Den Namen der Handelskette wollte das Ministerium nicht nennen.

Die Rückrufaktion ist noch nicht abgeschlossen. Deswegen weist das Ministerium erneut auf die aufgestempelten Erzeugercodes hin, mit denen Kunden die betroffenen Eier identifizieren können (1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453, 1-DE-0352691).


Die mit Dioxin belasteten Eier aus Niedersachsen wurden sogar bis nach Baden-Württemberg geliefert. Wie viele der betroffenen Eier in den Südwesten gelangten und dort in Supermärkten verkauft wurden, ist noch unklar, sagte ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums in Stuttgart.

 @ Ein Spezial unter

http://www.NWZonline.de/dioxin

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