• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

FDP geht auf Distanz zu VW

22.03.2019

Hannover Die FDP-Fraktion im Landtag stemmt sich gegen die Pläne von VW-Chef Herbert Diess, den Konzern allein auf E-Mobilität auszurichten. „Mit dieser Strategie steht Volkswagen nicht nur bei Experten, sondern auch bei anderen Automobilherstellern relativ allein da“, sagte der ehemalige Verkehrsminister Niedersachsens und jetzige FDP-Fraktionsvize Jörg Bode am Donnerstag vor Journalisten in Hannover.

Anlass sind die Ankündigungen von VW-Chef Diess, Europas größten Autokonzern auf E-Mobilität zu trimmen und weitere Stellen abzubauen. Allein bei der Kernmarke Volkswagen sollen bis zu 7000 Stellen wegfallen – die meisten wohl in Niedersachsen. Diess hatte in der vergangenen Woche ein klares Bekenntnis von Politik und Industrie zur E-Mobilität gefordert und damit eine Kontroverse ausgelöst. „Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole“, hatte der VW-Vorstandsvorsitzende in Wolfsburg erklärt. Widerspruch erhielt er unter anderem von BMW-Chef Harald Krüger.

Jörg Bode, verkehrspolitischer Sprecher der FDP im Landtag, forderte die Landesregierung aus SPD und CDU auf, Flagge zu zeigen. Das Land Niedersachsen müsse als Anteilseigner klar und deutlich machen, dass es sich zur Technologieoffenheit bekenne. Bode kritisierte die VW-Elektro-Strategie auch vor dem Hintergrund, dass laut Innenministerium aktuell lediglich 120 von insgesamt 7169 Fahrzeugen im Landesdienst von ihrem Einsatzgebiet her überhaupt durch E-Fahrzeuge ersetzt werden könnten.

Unterdessen haben deutsche Autobauer nach einem Streit um den Antrieb der Zukunft die Elektromobilität als volkswirtschaftlich notwendig bezeichnet.

Angesichts der Klimaschutzziele sei der Systemwechsel zu batterieelektrischen und Hybrid-Autos politisch gewollt – jetzt müsse die Politik die Bedingungen dafür schaffen, sagte ein Manager nach Angaben aus Unternehmenskreisen.

Die Chefs der drei deutschen Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW, Herbert Diess, Dieter Zetsche und Harald Krüger, sowie Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, hatten am Mittwochabend miteinander gesprochen. Der Branchenverband VDA wird laut Kreisen ein zwischen den Herstellern abgestimmtes Forderungs-Papier erarbeiten.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
Rufen Sie mich an:
0511/1612315
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.