HANNOVER - Der Dioxinfund in den Eiern eines nordrhein-westfälischen Bio-Hofes hat Auswirkungen über die Landesgrenzen hinaus. In Niedersachsen wurden die Eigenkontrollergebnisse des Mischfuttermittelherstellers geprüft, der den Biobetrieb in Nordrhein-Westfalen beliefert hatte. Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums lagen alle Werte unterhalb der geltenden Höchstmengen.

Die Ergebnisse der vorsorglich in Niedersachsen entnommenen amtlichen Futtermittelproben seien nach Ostern zu erwarten, erklärte Ministeriumssprecherin Natascha Manski. „Derzeit liegen keine Informationen aus NRW über Lieferungen von betroffenen Eiern nach Niedersachsen vor. Deshalb geht Niedersachsen nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass hier keine belasteten Produkte in den Handel gelangt sind.“

Der Dioxinfund ist nach Einschätzung der Behörden ein Einzelfall. „Zurzeit kennen wir nur diesen einen Fall“, sagte der Sprecher des NRW-Verbraucherschutzministeriums am Mittwoch. Der Dioxingehalt sei „nicht akut gesundheitsgefährdend“.

Die Eier stammen von einem Hof im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen, wie die Kreisverwaltung bestätigte. Die Eier von dem Hof mit rund 25 000 Legehennen hatten eine bis zu sechsmal über dem Grenzwert liegende Konzentration des Dioxin-ähnlichen PCB (Polychlorierte Biphenyle) aufgewiesen.

Die Behörden gehen davon aus, dass sie längst verkauft worden sind: Letztmalig seien Eier am 7. März an einen Verpacker ausgeliefert worden. Sie hatten als Mindesthaltbarkeitsdatum den 31. März. Weil dieses Datum bereits abgelaufen sei, liegt nach Einschätzung des Ministeriums vermutlich keine belastete Ware mehr in den Supermärkten. Die belieferten Supermärkte sollen dennoch die Stempelnummer ihrer Eier kontrollieren.


In dem auf dem Hof aktuell verwendeten Futter seien keine Verunreinigungen gefunden worden. Der Hof wurde nach dem Fund vorerst gesperrt.