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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Industrie: Sorge um die Autozulieferer

11.08.2020

Hannover /Emden /Bremen /Osnabrück In der Corona-Krise macht Niedersachsens Ministerpräsident und Volkswagen-Aufsichtsrat Stephan Weil sich mehr Sorgen um Zulieferer als um den Autobauer selbst. „Meiner Einschätzung nach könnte Volkswagen zu denjenigen Unternehmen gehören, die aus dieser Corona-Krise stärker herausgehen werden, als sie hereingegangen sind – nicht zuletzt auch deshalb, weil zahlreiche Konkurrenten noch deutlich größere Probleme haben“, sagte der SPD-Politiker in Hannover.

Drei Gründe

„Um Volkswagen mache ich mir trotz der großen Probleme durch die Corona-Krise vergleichsweise weniger Sorgen“, sagte Weil. „Erstens, weil Volkswagen insgesamt wirtschaftlich sehr stark ist. Zweitens, weil der Konzern international aufgestellt ist und dadurch Umsatzeinbußen auf einem Kontinent durch bessere Zahlen auf einem anderen Kontinent zumindest teilweise ausgleichen kann, Stichwort Europa und China. Und drittens ist es ein Unternehmen, das sehr, sehr gute Perspektiven hat.“

Weil betonte: „Ich mache mir vor allem um die kleineren und mittleren Betriebe Sorgen.“ Viele dieser Autozulieferer habe die Krise mitten im schwierigen Transformationsprozess hin zu alternativen Antrieben erwischt. Die weiter erschreckend niedrige Nachfrage treffe die Zulieferindustrie besonders hart. „Ich befürchte, dass wir uns bis zum Herbst auf viele schlechte Nachrichten einstellen müssen, dieses Thema wird uns noch massiv beschäftigen.“

Nötig seien Impulse für die Nachfrage. Weil: „Vielleicht gibt es ja noch bessere Vorschläge als die Kaufprämie, über die wir vor der Sommerpause diskutiert haben.“

Zigtausende Stellen

Irgendwann werde die Corona-Krise vorbei sein, und die Frage, ob dann die wichtigste deutsche Industrie immer noch so stark sei wie vor Corona, entscheide sich durchaus auch in den nächsten Monaten. „Allen muss bewusst sein, es geht um Zigtausende Arbeitsplätze und wichtige Industriestrukturen.“

Weil betonte die Bedeutung der Produktionsketten. „Und deswegen sind wir auf unterschiedlichste Art und Weise gefordert, um möglichst vielen Unternehmen mit einer aktiven staatlichen Politik eine Perspektive zu geben.“ Neben einer Verlängerung der Kurzarbeit auf 24 Monate gehöre dazu auch die Frage eines steuerlichen Verlustrücktrags. „Viele Zulieferer haben beispielsweise 2017/18 vielleicht das letzte Mal richtig gut verdient. Es würde ihnen schon enorm helfen, wenn ihnen an dieser Stelle der Staat bei der Steuerschuld entgegenkäme.“

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