Hannover - Das Schwarzgeld von Steuerflüchtlingen beschert Niedersachsen riesige Einnahmen: 365 Millionen Euro kassierte das Land seit 2008 bereits von Steuerhinterziehern, die sich teilweise selbst angezeigt haben oder auf zugespielten Steuer-CDs entdeckt wurden.
Im laufenden Jahr haben sich bereits rund 800 Steuersünder dem niedersächsischen Fiskus offenbart. Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) rechnet aber mit weiteren Zuwächsen. Denn ab 30. September greift der internationale Austausch von Steuerdaten. „Damit erhöhen wir den Druck auf Steuersünder und werden ihn auch weiterhin steigern“, betont Schneider. Sein Prinzip: „Kein Steuersünder darf sich mehr sicher fühlen“.
Der Verfolgungsdruck hat seit dem Jahr 2013 schon 11 000 Niedersachsen dazu gebracht, sich selbst anzuzeigen.
