HANNOVER - Ausgerechnet während der Computermesse CeBIT droht Hannover an diesem Donnerstag ein Verkehrschaos: Busse und Bahnen im Nahverkehr sollen den ganzen Tag stillstehen. Das Arbeitsgericht Hannover erlaubte am Mittwoch einen Warnstreik, mit dem die Gewerkschaften Druck auf die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst machen wollen.

Die Warnstreikwelle erreichte am Mittwoch mit Arbeitsniederlegungen von mehr als 70 000 Beschäftigten in sechs Bundesländern einen Höhepunkt. Allein in Nordrhein-Westfalen legten nach Angaben der Gewerkschaft „Verdi“ 30 000 Streikende in vielen Städten den Bus- und Bahnverkehr lahm. Pendler stiegen aufs Auto um, es gab zahlreiche lange Staus.

Auch in Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen folgten Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben, Verwaltungen, Kitas und anderer öffentlicher Einrichtungen dem Streikaufruf.