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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Waldbesitzer in der Region schlagen Alarm

02.08.2019

Hannover /Im Nordwesten Die Forstwirtschaft schlägt angesichts massiver Waldschäden Alarm und fordert Nothilfe vom Staat. „Wir brauchen kein Palaver, sondern konkrete Beschlüsse: Haushaltsmittel für das Räumen des Schadholzes von 20 Euro pro Kubikmeter – sofort“, sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Auch Niedersachsens private Waldbesitzer fordern Geld für Aufforstungen und die „Ökodienstleistungen“ des Waldes. „Der Wald in Deutschland entzieht der Atmosphäre jährlich 62 Millionen Tonnen Kohlendioxid“, sagte der Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, Norbert Leben, in Hannover: „Das sind Fähigkeiten, die wir erhalten und ausbauen müssen.“

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will für September einen nationalen Waldgipfel einberufen. Ein Vorhaben, das Rainer Städing – als Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten zuständig für die Forstämter Ahlhorn, Ankum, Neuenburg und Nienburg – grundsätzlich befürwortet. „Als Förster hofft man natürlich, dass es nicht verpufft und dass sich daraus konkrete Ergebnisse bilden“, sagte Städing im Gespräch mit unserer Zeitung. Nicht nur finanzielle Hilfe ist nötig – auch der Wille müsse vorhanden sein, mehr Förster einzustellen, um die Aufgaben zu bewältigen.

Dem Wald im Nordwesten gehe es in vielen Bereichen noch vergleichsweise gut. „Wir profitieren hier von der hohen Luftfeuchtigkeit durch die Nähe zur Küste“, so Städing weiter. Hauptsorge bereite die Fichte, allerdings gebe es nur zehn Prozent davon in den Wäldern der Region. Bei dieser Baumart komme jetzt die zweite Generation des Fichten-Borkenkäfers durch, der sich explosionsartig vermehrt und massive Schäden anrichtet.

Kopfzerbrechen verursacht dem Förster zudem die Trockenheit im Boden. „An einigen Stellen wird jetzt der Wasservorrat knapp.“ Die zweite Sommerhälfte sei kritisch. Erkennbar seien die Folgen schon an Bäumen an Waldrändern und Straßen, die braun verfärbt seien.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt schon vor einem „Waldsterben 2.0“. Mitte der 80er Jahre hatten zahllose Bäume durch den veränderten ph-Wert im Boden Blätter und Nadeln abgeworfen. Heute machen sich die Folgen des Klimawandels bemerkbar. „In beiden Fällen sind die Probleme menschengemacht“, sagt Städing.

Zur Räumung und Wiederbepflanzung der durch Stürme und Borkenkäferbefall entstandenen Schadensflächen müsse der Bund aus Mitteln des Energie- und Klimafonds mindestens 660 Millionen Euro zur Verfügung stellen, verlangte Norbert Leben. Zudem müsse das bundesweite Ziel von jährlich 11 000 Hektar Erstaufforstung „festgezurrt“ werden.

Die Forstminister der unionsgeführten Länder bezifferten am Donnerstag die notwendigen Gelder des Bundes auf 800 Millionen Euro.

Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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