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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Verdi-Chef siegt denkbar knapp

23.03.2019

Hannover Es ist exakt 16.07 Uhr, als es im großen Konferenzraum des Maritim-Hotels am Flughafen Hannover mucksmäuschenstill wird. Spannung liegt in der Luft, bei den beiden Konkurrenten um den Chefposten im 244 000 Mitglieder starken Verdi-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen ist es eher Anspannung. Um 16.08 steht fest: Detlef Ahting bleibt hauptamtlicher Leiter des Landesbezirks. „Es war klar, dass es knapp wird, weil wir es beide können“, zollt der 57-jährige in Brake (Kreis Wesermarsch) geborene, aufgewachsene und heute in Braunschweig lebende Ahting seinem Herausforderer Sebastian Wertmüller (58) Respekt und zeigt sich gleichzeitig nicht enttäuscht vom knappen Wahlergebnis, sondern „erleichtert und froh“.

119 der 132 anwesenden Delegierten hatten ihre Stimmen abgegeben und Ahting mit nur ganz knappem Vorsprung erneut ihr Vertrauen ausgesprochen. 63 Stimmen (52,94 Prozent) entfielen auf Ahting, 56 (47,06 Prozent) auf seinen Gegenkandidaten Wertmüller, Bezirksgeschäftsführer in Braunschweig für Süd-Ost-Niedersachsen.

Wertmüller hatte zuvor in seiner zehnminütigen „Bewerbungsrede“ vor den Delegierten dafür geworben, den Landesbezirk Niedersachsen Bremen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) „agiler, aktiver, lebendiger, offener, wahrnehmbarer und profilierter“ zu machen. Damit kritisierte Wertmüller indirekt die Arbeit von Amtsinhaber Ahting und forderte zudem dazu auf, sich „angesichts einer an Kraft verlierenden SPD“ politisch freier zu machen. Verdi müsse sich stärker für die Grünen, die Linken, aber auch für die CDU und – „wenn es um Freiheitsrechte geht“ – auch für die FDP öffnen, nicht aber für die „Rechtspopulisten der AfD“.

„Rassistische Ausgrenzung darf bei uns keinen Platz haben“, betonte auch Ahting in seiner zehnminütigen Vorstellung. Verdi stehe für Toleranz, Solidarität und Respekt. Schwerpunkte setzte der am Freitag für weitere vier Jahre gewählte Amtsinhaber in seiner Rede auf den Einsatz für bezahlbaren Wohnraum und gegen Tarifflucht sowie auf die Nachwuchsgewinnung und die Stärkung derjenigen, die in der Pflege arbeiten. „Nett war gestern, jetzt verschaffen wir uns Respekt“, rief Ahting den Delegierten im Saal zu. Gleichzeitig räumte Ahting selbstkritisch ein, dass es bei der Mitgliederberatung und -werbung noch „Luft nach oben“ gebe.

In den vergangenen vier Jahren verlor der Landesbezirk unter Ahtings Führung rund 10 000 Mitglieder. „Wir müssen gezielt junge Leute ansprechen und rein in die Fachschulen“, forderte der an der Uni Oldenburg ausgebildete Sozialwissenschaftler Ahting, der seit Freitagabend zwei neue hauptamtliche Stellvertreterinnen an seiner Seite hat. Es handelt sich um Ute Gottschaar (53) aus Braunschweig sowie um Andrea Wemheuer (35) aus Hannover. Die Vorgängerinnen Susanne Kremer und Sonja Brüggemeier waren nicht mehr angetreten – Kremer wechselte in den Ruhestand, Brüggemeier verzichtete aus gesundheitlichen Gründen.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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