HANNOVER - Karstadt schließt bundesweit zur Unternehmens-Sanierung weitere 13 Standorte (mit 1200 Mitarbeitern) – darunter auch Hannover und Celle. Laut Insolvenzverwalter seien 147 Beschäftigte des Heim- und Technikhauses in der Landeshauptstadt sowie 54 Mitarbeiter des Sporthauses in Celle betroffen, teilte die Gewerkschaft „Verdi“ mit. Die Schließung der Schauland-Filiale in Braunschweig war bereits Anfang November bekannt. Weiterhin nicht betroffen ist Karstadt in Bremen.

„Verdi“-Fachbereichsleiter Heiner Schilling meinte: „Das ist ein bitterer Tag für die Mitarbeiter. Das Missmanagement, das maßgeblich zur Insolvenz von Karstadt beigetragen hat, wird nun auf den Schultern der Beschäftigten ausgetragen.“ Die Mitarbeiter leisten zum dritten Mal einen Beitrag zur Sanierung der insolventen Karstadt-Warenhaus GmbH, der sich laut „Verdi“ bis 2012 auf 150 Millionen Euro beläuft. Die 26 200 Karstadt-Beschäftigten verzichten bis 2012 auf Urlaubsgeld, Vorsorgeleistungen und Weihnachtsgeld-Teile.