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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nach Enthüllungen: NordLB sucht Datenleck

25.08.2018

Hannover Nach dem Bekanntwerden von Berichten der Internen Revision der NordLB hat die Bank die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Dies teilte die Landesbank am Freitag in Hannover mit. Mit der Strafanzeige wegen Geheimnisverrats will das Institut herausfinden, wer internes Material herausgegeben hatte.

Zuvor hatten NDR und „Süddeutsche Zeitung“ aus Prüfberichten zitiert, die von 2016 bis 2018 vor allem den bankinternen Umgang mit Schiffskrediten kritisiert hatten. Demnach bewerten die Prüfer die Leistungen des Instituts mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“. Die NordLB bezeichnete die Berichte als nicht repräsentativ.

Die Medienberichte beschäftigten am Freitag auch den Landtag, denn die Bank mit ihren etwa 6000 Mitarbeitern gehört mehrheitlich dem Land Niedersachsen. Zudem trifft das Thema einen Nerv: Die Bank ist in den vergangenen Jahren durch faule Schiffskredite in Turbulenzen geraten. Vorstandschef Thomas Bürkle baut das Institut derzeit um und Arbeitsplätze ab. Zudem suchen Land und Bank nach Wegen, das Eigenkapital zu stärken.

Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) kritisierte als Aufsichtsratschef das Datenleck. Zudem sei der Tenor der Berichterstattung unzutreffend. Es werde der Eindruck erweckt, als ob es seit Jahren unabgestellte Mängel in der Bank gebe. Dies sei falsch. Vielmehr sei es gerade Aufgabe der Revision, „mögliche Schwachstellen und potenzielle Risiken zu benennen und auf ihre Abstellung hinzuwirken“, so Hilbers. Die Bank werde unberechtigt in eine schädliche Diskussion „gezerrt“. Hilbers forderte einen Bericht des Vorstands über den Vorgang an. Auch andere Politiker der Koalition wie Ulf Thiele (CDU) und Frauke Heiligenstadt (SPD) kritisierten, dass die Berichte öffentlich wurden.

Der Opposition forderte vollständige Aufklärung. „Der Beitrag des Finanzministers in der heutigen Plenarsitzung lässt kein angemessenes Problembewusstsein erkennen. Offensichtlich steht gerade seine Sanierungsplanung im Feuer“, sagte Stefan Wenzel (Grüne). Christian Grascha von der FDP bezeichnete es als „absolut besorgniserregend“, dass die NordLB wieder mit Schiffskrediten auffalle. Dass Hilbers „wieder mal mit Beschwichtigungen reagiert“, sei nicht hinnehmbar.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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