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SPD-Vorstand will Thilo Sarrazin ausschließen
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Aktualisiert vor 1 Minute.

Umstrittener Bestsellerautor
SPD-Vorstand will Thilo Sarrazin ausschließen

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Lies sieht keine Probleme für Versorgung nach AKW-Aus

09.05.2018

Hannover /Lingen Das Abschalten der letzten beiden Atomkraftwerke in Niedersachsen in den Jahren 2021 und 2022 wird nach Einschätzung von Energieminister Olaf Lies (SPD/Sande) keine Probleme für die Stromversorgung bringen. Sie sei durch Erneuerbare Energien und eine Zuhilfenahme fossiler Energieträger wie Gas und Kohle gewährleistet, sagte der Politiker der Deutschen Presseagentur.

Niedersachsen will bis 2050 die installierte Windenergieleistung auf 20 Gigawatt verdoppeln und zu fast 100 Prozent auf Erneuerbare Energien umgestellt haben. „Das Ziel ist hochgesteckt, aber erreichbar“, sagte Lies.

Zwei der sieben in Deutschland noch laufenden Atomkraftwerke stehen in Niedersachsen. Das AKW Emsland in Lingen soll Ende 2022 und das in Grohnde Ende 2021 vom Netz gehen.

Am Strommix hatte die Kernkraft laut Statistischem Landesamt 2016 einen Anteil von rund einem Viertel: Von 79 766 Gigawattstunden (GWh) Bruttostromerzeugung entfielen rund 20 000 auf Kernenergie. Seit Jahren schon verschiebt sich das Bild zugunsten der „Erneuerbaren“ (Wind, Biogas, Solar, Wasser), auf die 2016 insgesamt 32 109 GWh Strom zurückgingen. Rund 47 700 GWh kamen von konventionellen Trägern, zu denen Kohle und Erdgas gehören.

Der Ausstieg aus der Kernenergie und die damit verbundene Stilllegung der AKW bedeutet aus Sicht von Lies auch freie Netzkapazitäten, die bislang für den AKW-Strom reserviert sind und künftig für den Ausbau der Erneuerbaren Energien genutzt werden können. Ende 2017 standen in Niedersachsen rund 6200 Anlagen an Land (onshore) mit einer Leistung von insgesamt knapp 10,6 Gigawatt. Damit ist Niedersachsen im Bestand wie auch bei der Ausbaurate im Ländervergleich Spitzenreiter.

Jedoch sorgen neue Windkraftstandorte an Land bei vielen Menschen für Unmut. „Das Ziel ist natürlich, den Ausbau der Onshore-Winde­nergie beschleunigt voran zu bringen. Wir merken aber, dass es schwieriger ist, dass wir vermehrt auf Widerstände stoßen“, räumte Lies ein. Sollte das Ausbauziel von 20 Gigawatt erreicht werden, entspräche dies einer Fläche von l,4 Prozent Niedersachsens.

Die Regierung setzt auf den Effekt „Repowering“, was bedeutet, dass ältere Generationen von Windkraftanlagen durch neue und effektivere ersetzt werden. Dadurch steige die Einspeiseleistung pro Windpark ganz erheblich, betonte Lies.

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