HANNOVER/ - Niedersachsen und Hamburg wollen ihre Zusammenarbeit in der Hafenpolitik verstärken. Damit solle das dynamische Wachstum der Hafenwirtschaft und das Entstehen neuer Arbeitsplätze gefestigt werden, teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Zu der Kooperation gehörten Bestrebungen, die Seehäfen unter der Dachmarke „Seaports of Germany“ gemeinsam zu vermarkten.
Im globalen Wettbewerb komme es darauf an, die deutschen Seehäfen vor allem gegenüber Rotterdam zu positionieren, erklärten Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) und Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU). Dies dürfe nicht durch den Wettbewerb zwischen deutschen Standorten in den Hintergrund treten. „Für alle deutschen Häfen ist genug Geschäft vorhanden.“ Aus deutscher Sicht könnten durch den Bau des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven die hohen Wachstumsraten bewältigt werden.
Besonders wichtig seien die Hinterlandanbindungen der Häfen. Der mit der Bahn erarbeitete „Masterplan“, sei eine gute Basis. Der niedersächsische Grünen-Landtagsfraktionschef Stefan Wenzel kritisierte, Hirche verkaufe die Interessen Niedersachsens an Hamburg. Vorrangige Aufgabe müsse es sein, Hamburg wieder zum Einstieg in den Tiefwasserhafen Wilhelmshaven zu gewinnen.
