HANNOVER/MIAMI - Das gemeinsame Kreuzfahrten-Projekt von TUI und Aida ist geplatzt. TUI und die Aida-Mutter Carnival in Miami hätten sich darauf verständigt, die kartellrechtliche Anmeldung für ein Gemeinschaftsunternehmen zurückzunehmen, teilte TUI in Hannover am Mittwoch mit. An den Plänen, die eigenen Kreuzfahrtaktivitäten auszubauen, halte die TUI AG aber fest. Dies solle nun im Rahmen von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten (zurzeit vier Schiffe) stattfinden.

Grund für das Scheitern des geplanten Joint Ventures sei das schwierige wettbewerbsrechtliche Umfeld, das es unmöglich mache, die Transaktion noch im laufenden Geschäftsjahr von Carnival abzuschließen. Damit drohten steuerliche Nachteile, und die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens sei gefährdet. TUI wollte mit der deutschen Carnival-Tochter Aida die Kreuzfahrtmarke „TUI Cruises“ aufbauen und damit in dem lukrativen Massen-Markt einsteigen.