HANNOVER - HANNOVER/DPA - Beim Probebetrieb der neuen Müllverbrennungsanlage in Hannover-Lahe hat es mindestens noch eine weitere Panne mit einer Schadstoffbelastung für die Anwohner gegeben. Im Februar seien bis zu 20 Minuten lang Rückstände aus der Hausmüllverbrennung in die Umgebung gelangt, sagte der Leiter des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Hannover, Bernhard Klockow, am Montag. „Das hätte nicht passieren sollen.“ Nach einer Störung im März waren erhöhte Dioxinwerte in der Nachbarschaft gemessen worden. Im Februar wurden nach Klockows Angaben aber keine kritischen Werte erreicht. Insgesamt gab es sieben Messwertüberschreitungen. Die für die Anwohner kritischste Panne ereignete sich im März. Dabei wurden 800 Nanogramm Rückstände gemessen, was bei Kinderspielplätzen einer achtfachen Überschreitung entspricht. Der im Staub nachgewiesene Wert des als Krebs erregend geltenden Dioxins hätte allerdings keinen Grund zur Besorgnis gegeben.
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