HANNOVER - Autofahrer in Niedersachsen können künftig mit dem Nummernschild umziehen. Neue Kennzeichen sollen bei einem Ortswechsel nicht mehr zwingend sein. Das Land werde Ausnahmen zulassen, sagte der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Christian Haegele, der NWZ . „Wir wollen Verwaltungsabläufe vereinfachen und Kosten sparen.“

Der Automobilclub ADAC begrüßte den Vorstoß. „Wenn man dadurch Geld, Nerven und Behördenwege sparen kann, spricht nichts dagegen“, so ADAC-Sprecher Roman Mölling. Auch die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland ist dafür.

Bislang müssen Autofahrer eine neues Kennzeichen beantragen, wenn sie in einen anderen Zulassungsbezirk umziehen. Nach dem neuen Verfahren würde es genügen, bei der Zulassungsstelle die Adresse ändern zu lassen. Die Bürger könnten so die Kosten von rund 30 Euro für neue Kennzeichen sparen, erklärte Haegele. Das Mitnehmen des Nummernschildes soll allerdings nur eine Option sein. Es bestehe auch weiterhin die Möglichkeit, ein neues Kennzeichen zu beantragen.

Die Bundesländer können seit 2007 Ausnahmeregelungen zulassen. Im Wirtschaftsministerium plant man eine landesweite Einführung des Verfahrens. Alternativ wird über eine Beschränkung auf Zulassungsbezirke diskutiert, in denen Stadt und Landkreis das gleiche Kennzeichen haben – wie Oldenburg, Osnabrück oder Hannover.