HANNOVER/OLDENBURG - Das Eisenbahnnetz in Norddeutschland muss dringend ausgebaut werden, um die Seehäfen besser anzubinden. Für den geplanten Jade-Weser-Port könnte es Probleme durch Engpässe in Bremen geben. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Universität Hannover im Auftrag der niedersächsischen Bauindustrie.
Ohne einen massiven Ausbau des Netzes ließen sich die bis 2015 erwarteten 500 zusätzlichen Güterzüge pro Tag nicht verkraften, erklärte der Leiter der Studie, Thomas Siefer. Er sieht vordringlichen Bedarf für die Y-Trasse und den Knoten Bremen. Der dort geplante Ausbau des S-Bahnnetzes kollidiere mit den zusätzlichen Güterzügen aus Wilhelmshaven und Bremerhaven. Siefer rät zum Ausweichen einiger Züge über Leer in Richtung Ruhrgebiet.
Die Bahn will die Trasse und den Ausbau in Bremen, hält die Finanzierung aber für unsicher. Das Land hofft auf 15 Millionen Euro für Bremen vom Bund. „Das hat höchste Priorität“, sagte Andreas Beuge, Sprecher des Wirtschaftsministeriums, der NWZ .
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