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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Land hält Fahrverbote weiter für unwahrscheinlich

10.11.2018

Hannover /Oldenburg Trotz weiterer Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge – neben Hamburg zuletzt auch in Köln und Bonn – geht das Land weiterhin davon aus, dass es in niedersächsischen Städten auch künftig keine Fahrverbote geben wird. „Angesichts der nur geringfügigen Überschreitungen der Grenzwerte in den maßgeblichen niedersächsischen Städten sind wir nach wie vor zuversichtlich, dass wir in Niedersachsen um Fahrverbote herumkommen“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag vor Journalisten in Hannover.

Selbstverständlich würden entsprechende Gerichtsurteile für niedersächsische Städte genauso gelten wie anderswo, betonte Pörksen, da die Urteile aber häufig erst in einigen Monaten griffen, gebe es die berechtigte Hoffnung, in dieser Zeit zu Verbesserungen bei der Luftqualität in den Städten zu kommen.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte kürzlich auch die Stadt Oldenburg wegen regelmäßiger Überschreitung der Grenzwerte zur Luftqualität an der Messstation Heiligengeistwall verklagt. Der Grund: Der Wert für Stickstoffdioxid (NO2) liegt in Oldenburg bei 49 Mikrogramm/Kubikmeter, der EU-Grenzwert beträgt 40 Mikrogramm. Aktuellen Zahlen aus dem niedersächsischen Umweltministerium zufolge hat es in einigen betroffenen Städten teilweise Rückgänge bei der Schadstoffbelastung der Luft gegeben.

Am Heiligengeistwall in Oldenburg indes ist der Jahresmittelwert aus 2017 in den Monaten Januar bis September 2018 unverändert bei 49 Mikrogramm/Kubikmeter geblieben. Rückgänge gab es unterdessen in Hannover, Hildesheim und am Osnabrücker Schloßwall (von 44 auf 41), am Neuen Graben in Osnabrück stiegen die Werte den Angaben zufolge aber von 46 auf aktuell 48 Mikrogramm/Kubikmeter.

Eine Sprecherin des Umweltministeriums bekräftigte die Ankündigung von SPD-Umweltminister Olaf Lies (Sande/Kreis Friesland), einzelne Messstandorte wie etwa in Oldenburg durch eine externe Stelle überprüfen lassen zu wollen. Dies soll laut Ministerium jetzt „so schnell wie möglich“ erfolgen.

Bereits am 24. September hatte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann Lies um Überprüfung der Messstation gebeten. Grund: Trotz der Sperrung des Walls wegen einer Baustelle gab es hohe Werte. Auch beim Oldenburg-Marathon vor drei Wochen wurde der Grenzwert trotz Straßensperrungen fast erreicht.

Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315
Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601

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