Hannover/Oldenburg - Im Streit um die Finanzierung der ambulanten Pflege in Niedersachsen haben die Verhandlungspartner einen Vergleich erzielt. Für die häusliche Krankenpflege heben die Kassen demnach die Vergütung rückwirkend um 2,97 Prozent ab Januar 2018 und um weitere 2,56 Prozent ab Januar 2019 an, teilten die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen mit. Die Wegepauschale steigt rückwirkend um 18 Prozent und um weitere fünf Prozent Anfang 2019. Bei der ambulanten Altenpflege steigt die Vergütung ab Mai um 2,56 Prozent, die der Wege um 18 Prozent.
Dr. Gerhard Tepe vom Landes-Caritasverband für Oldenburg betonte jedoch, dass das grundsätzliche Problem, vor dem die ambulanten Pflegedienste stehen, nicht gelöst ist: „Der Vergleich schafft etwas Luft, verändert die Lage aber nicht grundsätzlich. Wir benötigen eine andere Form der Refinanzierung, damit die Arbeit der ambulanten Pflegedienste auch langfristig gesichert ist.“
