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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Rettung der NordLB nimmt Fahrt auf

01.03.2019

Hannover /Oldenburg Das Rettungsmodell für die Sanierung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB/Hannover) geht in die Endabstimmung. Am Dienstag werden sich die Landesregierungen von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen als Anteilseigner des Geldhauses bei einer gemeinsamen Sitzung in der Hansestadt Gardelegen über das künftige Geschäftsmodell der Bank abstimmen. Das Treffen auf dem Gut Zichtau gab die Staatskanzlei am Donnerstag in Hannover bekannt.

An der 3,5 Milliarden Euro teuren Sanierung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) beteiligen sich Niedersachsens 42 Sparkassen insgesamt mit rund 320 Millionen Euro. Das teilte der Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) als Großaktionär der Bank bei der Vorlage seiner Geschäftsergebnisse in Hannover mit. Die Anteilseigner hätten die Beteiligung am Dienstag einstimmig beschlossen, erklärte Verbandschef Thomas Mang.

Keine Sparkasse würde dadurch in „existenzielle Schwierigkeiten“ geraten. Seit 2012 hätten die Sparkassen ihre Beteiligung an der Bank bereits von 1,2 Milliarden Euro auf einen symbolischen Euro abgeschrieben.

Die NordLB – sie hat auch Standorte der früheren Bremer Landesbank in Bremen und Oldenburg – müsse deutlich schlanker werden, forderte Mang. Er geht von einer Halbierung des Geldinstituts aus. Die heute knapp 6000 Arbeitsplätze wären in Zukunft nicht mehr haltbar. Einige davon würden durch Veräußerung von Unternehmensteilen eh künftig nicht mehr zur NordLB gehören. Als denkbar nannte er dabei etwa die Deutsche Hypothekenbank.

In der kommenden Woche soll der Geschäftsplan für die neu aufgestellte Bank der Bankenaufsicht vorgelegt werden. „Wir sind in einem total engen Zeitplan“, sagte Mang. Es könne zudem noch zu kleineren Anpassungen kommen. Denkbar sei dabei auch die Übertragung von Teilfunktionen an andere Landesbanken.

Zur Rettung tragen die Eigentümerländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt demnach rund 2,4 Milliarden Euro bei, von den Sparkassen und Landesbanken kämen gut 1,1 Milliarden Euro. Zur geplanten „Redimensionierung“ der Bank zählt Mang auch eine bis 2022 anvisierte Loslösung der Braunschweigischen Landessparkasse, die bisher integraler Bestandteil der NordLB ist. Zudem solle die NordLB ihre faulen Schiffskredite abstoßen – die Loslösung eines zweiten Portfolios stehe in den nächsten Tagen zur Entscheidung an.

Die Bank erhalte künftig sieben statt wie bisher fünf Träger. Größter NordLB-Aktionär ist bisher Niedersachsen (rund 59 Prozent Anteile), Sachsen-Anhalt (5,6 Prozent), die Sparkassen aus Niedersachsen (26,4 Prozent), Sachsen-Anhalt (5,3 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (3,7 Prozent). Künftig kommen die Sicherungsreserve der Landesbanken und der Sparkassen-Stützungsfonds („Delta“ und „Gamma“) hinzu, die sich mit jeweils 400 Millionen Euro am Auffangmodell beteiligen.

Derzeit arbeite man noch am künftigen Geschäftsmodell für die NordLB und den nötigen Genehmigungen. Vor der abgeschlossenen Prüfung durch die EU werde jedoch kein Geld fließen, so Mang.

Hoffnungen darauf, zu erfahren, mit welchen Beträgen sich die einzelnen Sparkassen in Niedersachsen – indirekt über den Verband sowie über weitere Töpfe – an der Rettung der NordLB beteiligen, erfüllten sich nicht. Der Verband nannte für seine Mitglieder keine Zahlen.

Bundesweit sickert weiterhin nur die eine oder andere Einzelangabe von Sparkassen durch. Die transparent agierende LzO (Oldenburg) etwa bezifferte ihren Anteil kürzlich auf Anfrage auf rund 27 Millionen Euro.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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