HANNOVER/OLDENBURG - Bald drei Jahre ist Dr. Rüdiger Kamp nun schon in Hannover. Der 50-Jährige ist dort seit Mai 2005 Vorstandsvorsitzender der Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord). Der gebürtige Oldenburger hat die meiste Zeit seines Lebens allerdings in „Oldenburg und umzu“ verbracht und wohnt nach wie vor mit seiner Familie im Stadtteil Bürgerfelde. Beruflich sei er gerne nach Hannover gegangen, sagt er und hat dort auch eine Zweitwohnung. Als Privatmann betont er jedoch mit Lokalpatriotismus: „Ich bin und bleibe Oldenburger“.
Zehn Jahre lang, von 1995 bis 2005, war Kamp Vor-standsmitglied bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Er ist in Oldenburg geboren (im Pius-Hospital) und in Oldenburg zur Schule gegangen (Graf-Anton-Günther-Gymnasium). Eine erste Berufs-Heimat wurde für ihn allerdings Bremen. Hier – bei der Sparkasse Bremen – hat Kamp eine Sparkassen-Lehre gemacht, und hier begann – nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Kiel – auch seine eigentliche Berufslaufbahn. Bis 1995 war der auch heute noch bekennende Werder-Bremen-Fan dort Leiter des Vorstandssekretariats, bevor es zur LzO in den Vorstand ging.
Warum dann überhaupt 2005 der Wechsel nach Hannover? Die Antwort kann man sich denken. „Im Sparkas-sen-Finanzverbund eine Stufe höher zu kommen, war eine große berufliche Herausforderung, die ich gern angenommen habe. Das Agieren auf landesweitem Parkett und in Berlin – ohne die Verbindung und den Kontakt zur LzO und zur Region zu verlieren – ist ein ganz besonderer Reiz für mich gewesen“, erklärt Kamp seine Entscheidung. Er ist stolz, dass mit ihm ein Oldenburger diese Aufgabe übernehmen durfte. Auch dürfe nicht vergessen werden, dass „die heutige LBS Nord u.a. durch die 1986 erfolgte Fusion mit der ÖBS Oldenburg-Bremen entstanden ist. Deshalb ist neben Hannover, Berlin und Braunschweig auch Oldenburg ein Standort der LBS und somit für mich private wie geschäftliche Heimat gleichermaßen“, unterstreicht der LBS-Chef.
In seinen knapp drei Jahren in Hannover hat Kamp die viertgrößte Bausparkasse Deutschlands mit knapp 700 Mitarbeitern und 1,3 Millionen Kunden weiter auf den Markt ausgerichtet und die LBS Nord noch stärker in den Sparkassenverbund mit seinen 48 Sparkassen sowie den anderen Kooperationspartnern integriert. Besonders freut ihn, dass es gelungen ist, dass die LBS Nord ab 2009 in Kooperation mit der Sparkasse Hannover Bankkaufleute ausbildet. Und mit Nachdruck setzt er sich für jegliche Eigenheimförderung ein. Insbesondere die Einbeziehung des privat genutzten Eigentums in die staatlich geförderte Altersvorsorge ist ihm wichtig. „Wenn die gesetzlichen Grundlagen geschaffen sind, kommen wir mit einem richtigen Riester-Bausparvertrag“, verspricht er.
In seiner knappen Freizeit in Hannover fährt Kamp gerne Fahrrad in der Eilenriede oder am Maschsee. Den Drahtesel hierfür hat er als Abschiedsgeschenk von der LzO bekommen. Seine Sportlichkeit sieht man dem immer noch jugendlich wirkenden 50-Jährigen an.
In Oldenburg absolviert er einmal im Jahr mit einer Truppe, zu der auch LzO-Chef Martin Grapentin und Franz Thole von den Öffentlichen Versicherungen Oldenburg gehören, das Deutsche Sportabzeichen. Rüdiger Kamp, so scheint es, hat es geschafft, Berufs- und Privatleben, Hannover und Oldenburg unter einen Hut zu bringen.
