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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Tierquälerei Bei Hannover: Hunderte Schweine verhungert und verdurstet

19.12.2019

Hannover /Oldenburg /Lutter Wegen des Fundes von Hunderten verendeter Schweine auf einem Hof in der Nähe von Hannover hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg Ermittlungen aufgenommen. Zu Details äußerte sich die für Landwirtschaftssachen zuständige Schwerpunktstaatsanwaltschaft zunächst nicht. „Die Akten sind noch auf dem Weg zu uns“, sagte Behörden-Sprecher Thomas Stein am Mittwoch. Nach seinen Worten waren rund 1000 tote Tiere in dem Betrieb in einem Ortsteil von Neustadt/Rübenberge gefunden worden.

Die Tiere waren offenbar verdurstet und verhungert. Dem Portal agrarheute.de nach, ist möglicherweise eine Futtermaschine ausgefallen. Noch lebende Tiere wurden von den Behörden in einen anderen Stall gebracht. Die Kadaver seien von Fachbetrieben entsorgt worden, sagte eine Sprecherin der Region Hannover, die für die Veterinäraufsicht zuständig ist. Ställe des Pächters seien 2013 und 2014 ohne Beanstandungen kontrolliert worden. Bis zur endgültigen Aufklärung des Falles gelte für den Stall ein Belegungsverbot.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) kritisierte, die Zustände auf dem Hof seien aus ethischer und tierschutzrechtlicher Sicht nicht hinnehmbar. Der Vorfall bringe auch alle Tierhalter in Verruf, die ordentlich mit ihren Tieren umgehen.

Auf Veranlassung des Landes überprüfte der Landkreis Nienburg einen weiteren Stall des Pächters. Den 750 Schweinen dort gehe es gut, die Überprüfung habe keine Beanstandung ergeben, sagte ein Sprecher des Kreises.

Sieben verendete Schweine werden nach Angaben einer Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) auf mögliche Tierseuchen untersucht. Es könne bis zu drei Tage dauern, bis Ergebnisse vorliegen.

Unterdessen wurden auf einem Milchbauernhof in der Samtgemeinde Lutter am Barenberge (Kreis Goslar) Tierkadaver und Skelette entdeckt. Um wie viele tote Tiere es sich handelt, könne nicht mehr festgestellt werden, teilte die Kreisverwaltung mit. Die verbliebenen lebenden 135 Kühe, Rinder und Kälber seien vernachlässigt und in schlechtem Zustand gewesen. Zwei der Tiere seien mittlerweile verendet. Zwei weitere mussten eingeschläfert werden.

Das Veterinäramt habe dem Landwirt die überlebenden Tiere offiziell weggenommen und ein Tierhaltungsverbot gegen den Mann ausgesprochen. Die Kühe bleiben vorerst auf dem Gelände des Betriebes. Dort werden sie von einem anderen Landwirt versorgt.

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