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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Gymnasiasten sollen früher Berufspraxis schnuppern

16.05.2018

Hannover /Oldenburg Niedersachsen will mehr Abiturienten für eine handwerkliche Lehre statt für ein Studium begeistern. Dazu sollen Schüler an Gymnasien länger und früher Praktika machen. Künftig sollen Gymnasiasten ab dem 7. Schuljahr insgesamt 25 Tage mit Betriebspraktika und anderen Formen der beruflichen Orientierung verbringen, sagte Kultusminister Grand Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag nach einem Treffen von Kabinettsmitgliedern mit Vertretern der Handwerkskammern in Hannover.

Ein entsprechender Erlass solle zum kommenden Schuljahr in Kraft treten. Derzeit absolvierten Gymnasiasten in der 10. oder in der 11. Jahrgangsstufe ein 10- bis 15-tägiges Praktikum.

„Wir freuen uns über jeden, der den für sich geeigneten Weg gefunden hat. Das kann ein Studium sein, es kann aber auch eine duale Ausbildung sein“, sagte Tonne. An allen Schulformen sollen zudem künftig die Schüler ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente in Form von Kompetenztests ermitteln können.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) betonte, die Landesregierung strebe die Gleichwertigkeit der akademischen und der beruflichen Ausbildung an. „In weiten Bereichen der Gesellschaft wird unterschätzt, welche tollen beruflichen Werdegänge im Handwerk möglich sind.“

Auch vom Handwerk und IHKs im Nordwesten war immer wieder die Bedeutung von besserer Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler betont worden, gerade auch für Gymnasiasten. Verwiesen wird u.a. auf die hohe Abbrecherquote im Studium.

Heiko Henke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg, betonte auch jetzt: „Fachkräftesicherung ist das Megathema unserer Betriebe.“ Und Berufsorientierung sei auch vor diesem Hintergrund „sehr wichtig“. Henke betonte: „Wir benötigen dafür Lehrer, die schon im Studium auf diese Aufgabe vorbereitet werden.“

Der HWK-Chef sagte auch: „Wir brauchen eine gute Lehrerversorgung in den Berufsschulen. Wohnortnahe Beschulung sei wichtig, allein zur Erhaltung der ländlichen Räume. „Ohne passendes schulisches Angebot werden sich die jungen Menschen für andere Bereiche entscheiden – mit der Folge, dass sich die mittelständischen Betriebe in der Fläche nicht halten können und damit die Grundversorgung nicht mehr gesichert werden kann.“

Die neue Meisterprämie sei „schon jetzt sehr gut“. Sie sollte ergänzt werden um eine Meistergründungsprämie wie es sie auch schon in anderen Bundesländern gibt.

Tobias Schwerdtfeger
Leitung
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2050
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