HANNOVER/OLDENBURG/NORDDEICH - Mehr als 300 Leserinnen und Leser der NWZ stürmten am Mittwoch auf dem Oldenburger Hauptbahnhof einen Sonderzug nach Emden. Platz gab es genug, denn künftig verkehren die Regional-Expresszüge von Hannover über Oldenburg und Emden nach Norddeich mit sechs statt wie bisher fünf Wagen.

„Je nach Bauart der Wagen erhöht sich damit das Platzangebot auf bis zu 733 Plätze je Zug“, erklärte Manuela Herbort, Vorsitzende der DB-Regionalleitung Nord in Oldenburg. Zusätzlich stehen 40 Fahrradstellplätze, größere Gepäckregale und ein Mehrzweckraum mit Klappsitzen und Platz für Rollstühle und Kinderwagen zur Verfügung.

Hans-Joachim Menn von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) zählt die Verbindung „zu den am stärksten frequentierten Strecken in Niedersachsen.“ Gerade hier würden Kunden Investitionen in neue Fahrzeuge und Bahnstationen sowie verbesserte Fahrpläne honorieren.

Nach Einführung klimatisierter Doppelstockwagen sind die Fahrgastzahlen seit 2003 um fast 40 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr nutzten fast sieben Millionen Fahrgäste diesen Regional-Express. Die probeweise eingeführte Möglichkeit, Sitzplätze für Gruppen bis zu 40 Personen zu reservieren, wird zum Dauerservice. Im Sommerhalbjahr setzt die Bahn freitags und sonnabends zusätzlich Züge von Hannover nach Norddeich und sonntags in Richtung Hannover ein.

Oldenburgs Stadtbaurat Frank-Egon Pantel freute sich beim Einlaufen des Sonderzuges über das neue Angebot der Bahn, regte aber zugleich einen weiteren Ausbau der Zugverbindungen in den Nordwesten an. Da kam ihm die Zusage von Hans-Joachim Menn, sich beim Bau einer Regional-S-Bahn für einen Halt auch in Oldenburg-Wechloy einzusetzen, gerade recht.