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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

22 Wolfsrudel im Land

09.02.2019

Hannover /Oldenburg Die Zahl der wildlebenden Wölfe in Niedersachsen steigt weiter. Offiziell sind hier jetzt 24 Wolfsterritorien nachgewiesen, teilte die Landesjägerschaft am Freitag in Hannover mit. Es handele sich dabei um 22 Wolfsrudel, ein Wolfspaar und einen sesshaften Einzelwolf. Das 22. Rudel wurde in der vergangenen Woche im Amt Neuhaus (Landkreis Lüneburg) nachgewiesen. Vor einem Jahr waren erst 14 Rudel, zwei Wolfspaare und drei Einzelwölfe registriert worden.

Wie Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen, auf NWZ-Nachfrage sagte, sind weder im Raum Oldenburg noch im Raum Osnabrück Wolfsrudel nachgewiesen. „Aber klar ist, dass da sicherlich ab und zu mal einer durchwandert“, fügte er hinzu.

Nach Angaben der Landesjägerschaft wurden in Niedersachsen bislang 59 Wölfe tot aufgefunden. Die meisten davon starben durch Unfälle im Straßenverkehr. Zuletzt kam ein Wolf Ende Januar im Kreis Gifhorn durch eine Kollision mit einem Auto ums Leben.

Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft beauftragt. Sie nimmt diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den ehrenamtlichen Wolfsberatern wahr.

Unterdessen wird der Leitrüde des Rodewalder Wolfsrudels im Landkreis Nienburg vorerst doch nicht getötet. Das Umweltministerium wolle erst eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg abwarten, teilte das Ministerium am Freitag mit. Der Eilantrag richte sich gegen den NLWKN als zuständige Behörde. Hintergrund sei, dass der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ rechtlich gegen den geplanten Abschuss vorgehe, berichtete der NDR am Freitag.

Das Ministerium hatte den Rüden im Januar zum Abschuss freigegeben. Der Leitwolf des Rodewalder Rudels riss trotz hoher Herdenschutzzäune Rinder und Ponys, deshalb sollte er getötet werden. Im April 2016 war bereits der Kurti genannte Wolf MT6 mit behördlicher Genehmigung erlegt worden.

Das Umweltministerium berief am Freitag auch einen Wolfsberater im Landkreis Nienburg ab. Der Mann habe darum gebeten, von seinem Ehrenamt entbunden zu werden. Als Grund wurden zunehmende persönliche Anfeindungen von allen Seiten genannt. „Eine weitere Tätigkeit war aus Fürsorgegründen nicht mehr zu verantworten“, sagte eine Sprecherin.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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