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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Neue Mobilität zu Wasser und zu Lande

12.06.2018

Hannover /Oldenburg /Wilhelmshaven Wer mit einem kleinen Elektroauto an der Ampel mal einen Porschefahrer ärgern möchte, der kann sich auf der am Montag eröffneten IT-Messe Cebit in Hannover schlau machen, wie das geht. Am Stand der Firma e.GO Mobile aus Aachen stellt Geschäftsführer Günther Schuh den Elektro-Stadtflitzer Mobile Life (ab 15 900 Euro) vor, der im Herbst dieses Jahres erstmals ausgeliefert werden soll. „Elektromobilität ist nicht mehr teuer und macht Spaß“, fasst der 2,03 Meter große e.Go-Chef seine Präsentation zusammen und freut sich, dass selbst große Menschen wie er in dem kleinen E-Auto bequem Platz fänden.

Um Mobilität auf und unter Wasser geht es am Stand der Fraunhofer-Gesellschaft – allerdings nicht zur Personenbeförderung, sondern zu Forschungszwecken. Bisher ist es erforderlich, dass große und teure Expeditionsschiffe die Tiefsee erforschen. Das rund 25-köpfige Team Arggonauts verfolgt den Ansatz, in einigen Jahren die Tiefsee-Erforschung in einem größeren Maßstab für kleinere, spezialisierte Unternehmen bezahlbar zu machen. Unbemannte, leichte Trägerboote bringen kleine, ebenfalls unbemannte U-Boote zum Einsatzort. Diese Tauchdrohnen schwärmen vollautomatisch aus, vermessen den Meeresboden und fertigen Aufnahmen von interessanten Objekten und Lebewesen an.

Das Fraunhofer-Team setzt dafür auf selbstentwickelte Tauchdrohnen von rund 2,50 Meter Länge, die „Great Divers“. Die elektrisch angetriebenen U-Boote werden von einem aufblasbaren Katamaran, dem „Water Strider“, zum Einsatzort gebracht.

Mehr als zuvor will die erneuerte Cebit „Messe, Konferenz und Networking in einem“ sein, sagt Messechef Oliver Frese. Die Messe (bis 15. Juni) soll wieder stärker für Privatbesucher geöffnet werden, vor allem für digital interessierte, junge Menschen.

Zu ihnen gehören auch Dozent Andreas Baumgart vom Studienstandort Wilhelmshaven der Jade-Hochschule, Institut für Wirtschaftsinformatik, sowie Student Fabrice Weinberg. Die beiden kamen am Montag direkt von der Küste in die Landeshauptstadt, um ihren Stand aufzubauen, an dem sie ein ganz besonderes Projekt präsentieren: Die Lego-Mindstorms basierte Produktionslinie papercube fertigt selbstständig Papierwürfel. Sie arbeitet vollautomatisch und hat einen Laser zum Schneiden. Die Anlage bringt Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen die Themen Softwaremodellierung, Softwarearchitekturen sowie die Programmiersprache Java näher. Noch bis Freitag können Besucher die einzelnen Produktionsschritte der Anlage live verfolgen.

Ebenfalls am Niedersächsischen Gemeinschaftsstand (Halle 16, Stand G17) ist neben der Uni Oldenburg und dem Oldenburger Informatikinstitut Offis (digitale Produkte mit praktischem Nutzen) auch die Uni Osnabrück vertreten.

Julian Dierker (29), Mitarbeiter im Zentrum für Digitale Lehre der Uni, sowie Informatik-Student Jonas Knerr (24) und weitere Beteiligte stellen eine App für Schulen vor, die Lehrer dabei unterstützen soll, das Fach Informatik faszinierend und spaßig zu gestalten. „In CodeUp gründen Schüler ihr eigenes virtuelles IT-Start-up. Sie arbeiten in Kleingruppen an realitätsnahen und spannenden Aufträgen, lernen Programmieren, treffen Entscheidungen, die unmittelbaren Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen und erleben so, wie aufregend die Arbeitswelt der Informatik sein kann“, erläutert der App-Mitentwickler Dierker.

Für den heutigen zweiten Messe-Tag ist ein Eröffnungsrundgang mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geplant.

Mehr als 2500 Aussteller aus 70 Ländern zeigen noch bis Freitag ihre neuesten digitalen Entwicklungen. Seit 1986 fand die Cebit bislang jährlich im Frühjahr vier Wochen vor der größeren Hannover Messe statt.

Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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